12.07.2017 - 22:18 Uhr
Sport

Favoritensterben in Wimbledon Querrey haut Murray raus

London. Mit Leidensmiene schlich Andy Murray aus der Stätte seiner größten Triumphe. Trainer Ivan Lendl saß mit versteinertem Gesicht hinter der dunklen Sonnenbrille auf der Tribüne, Murrays schwangere Frau Kim Sears pustete einmal kräftig durch. Nach einer rätselhaften Fünf-Satz-Qual ist der Titelverteidiger und Erste der Tennis-Weltranglisten im Viertelfinale von Wimbledon gescheitert. Angeschlagen und geschlagen verließ Murray den Centre Court, auf dem er 2013 und 2016 das bedeutendste Tennisturnier der Welt gewonnen und 2012 olympisches Gold geholt hatte. "Es ist traurig, dass es vorbei ist", sagte der 30 Jahre alte Schotte, als er nur wenige Minuten nach dem 6:3, 4:6, 7:6 (7:4), 1:6, 1:6 gegen den Amerikaner Sam Querrey zur Pressekonferenz erschien.

Mit Andy Murray schied der Weltranglisten-Erste und Titelverteidiger im Viertelfinale von Wimbledon aus. Bild: Tim Ireland/dpa
von Agentur DPAProfil

Wenig später war das Turnier auch für den dreimaligen Champion Novak Djokovic beendet. Der 30 Jahre alte Serbe gab in seinem Viertelfinale gegen den Tschechen Tomas Berdych beim Stand von 6:7 (2:7), 0:2 verletzt auf. Berdych bekommt es nun mit dem Top-Favoriten Roger Federer zu tun. Der 35 Jahre alte Schweizer entschied in seinem 100. Wimbledon-Match die Neuauflage des Vorjahres-Halbfinals gegen den Kanadier Milos Raonic mit 6:4, 6:2, 7:6 (7:4) für sich.

Offenbar machten Murray die Hüftprobleme, die ihn vor dem Turnier zu einer Pause gezwungen hatten, mehr zu schaffen als gedacht. Das ganze Turnier über habe er leichte Schmerzen gehabt, gab Murray zu. "Aber ich habe mein Bestes gegeben und alles versucht." Querrey dagegen zog als erster US-Amerikaner seit Andy Roddick 2009 in das Halbfinale eines Grand-Slam-Turniers ein. Im Kampf um den Einzug in sein erstes Finale trifft der 29-Jährige auf Marin Cilic. Der Kroate gewann gegen Gilles Muller in fünf Sätzen.

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