FC Bayern bei Borussia Dortmund - Club gegen Leverkusen - Augsburg will Aufholjagd fortsetzen
Bedeutungsloses Gipfeltreffen

Jan-Ingwer Callsen-Bracker, der hier in der Partie gegen Borussia Mönchengladbach per Kopf gegen Mike Hanke klärt, ist überzeugt, dass der FC Augsburg den Klassenerhalt schafft. Am Sonntag treten die Schwaben beim SC Freiburg an. Bild: dpa

Schönes Vorspiel für das große Finale: Drei Wochen vor dem deutschen Endspiel um die Fußball-Krone der Champions-League steht für den FC Bayern München am Samstag das Bundesliga-Gipfeltreffen beim entthronten Meister Borussia Dortmund an.

Doch so brisant die Duelle in den vergangenen Jahren auch waren, im Vorlauf auf das Spiel aller Spiele am 25. Mai ist die Partie angesichts der geklärten Verhältnisse im Liga-Alltag auf einmal ohne größere Bedeutung. "Das Spiel hat für mich null Einfluss auf das Champions-League-Endspiel", bringt es Bayern-Trainer Jupp Heynckes auf den Punkt.

Nach der Gala von Barcelona gönnt Heynckes beim wertlosen Bundesliga-Spitzenspiel vor 80 000 Zuschauern seinen Top-Spielern eine Pause. Auf jeden Fall werden Bastian Schweinsteiger, Philipp Lahm, Arjen Robben und Franck Ribéry pausieren. Spiele wie ein Champions-League-Halbfinale in Barcelona "kosteten mental und physisch enorme Kraft", erinnerte Heynckes. "Ich gehe davon aus, dass auch Dortmund in einer anderen Formation spielen wird als in Madrid", sagte der Bayern-Coach. Das Atemholen vor dem großen Finale hat begonnen.

Richtig brisant ist es dagegen im Bundesliga-Alltag für den FC Augsburg, der seine tolle Aufholjagd im Kampf gegen den Abstieg auch am Sonntag beim SC Freiburg fortsetzen möchte. Alles ist für die Schwaben im Tabellenkeller noch möglich in den letzten drei Partien - der direkte Abstieg, der Gang in die Relegation sowie der direkte Klassenverbleib. "Wir bleiben in der Klasse, das ist klar. Wie - das werden wir sehen", zeigt sich Verteidiger Jan-Ingwer Callsen-Bracker voller Zuversicht.
Für den 1. FC Nürnberg geht es eigentlich um nichts mehr, nach zuletzt drei Niederlagen hoffen die Franken am Samstag im Heimspiel gegen Bayer Leverkusen aber auf ein Erfolgserlebnis. "Wir sind gefordert und müssen Farbe bekennen", sagte Coach Michael Wiesinger mit Blick auf die gerade nach der peinlichen Derby-Pleite gegen Absteiger SpVgg Greuther Fürth harsche Fan-Kritik an seinem Team. "Es liegt einzig und allein an uns, die Saison gut zu Ende zu bringen." Immerhin kann Wiesinger wieder auf seine Stamm-Innenverteidigung mit Per Nilsson und Timm Klose zurückgreifen.

Auch nach dem fest stehenden Abstieg will sich Schlusslicht Fürth nicht hängen lassen. "Man hat schon in den letzten Wochen gesehen, als wir noch nicht rechnerisch, aber praktisch abgestiegen waren, dass das Team eine große Moral hat", sagte Trainer Frank Kramer vor der Partie am Samstag beim VfB Stuttgart.

Auf ein Ende seiner schwarzen Heimserie hofft am Sonntag gegen Union Berlin Zweitligist 1860 München. Seit mehr als fünf Monaten sind die "Löwen" daheim nun schon ohne Dreier, mit den schwachen Auftritten und nur 15 Toren in 15 Partien haben die Münchner viel Kredit bei den Fans verspielt. Auch der FC Ingolstadt will am Samstag beim SV Sandhausen einen Sieg einfahren.
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