12.09.2017 - 21:54 Uhr
Sport

Formel 1 Hülkenberg kein Hulk

Singapur. Seinen Platz bei Renault hat er sicher. Nico Hülkenberg ist schließlich der Punktelieferant für das französische Formel-1-Team. Er verdiente sich auch schon mehrfach den Titel "best of the rest". Dreimal kam der gebürtige Emmericher in dieser Saison schon auf Platz sechs, was angesichts der Top-Teams Mercedes, Ferrari und Red Bull eine sehr respektable Leistung ist.

Nico Hülkenberg. Bild: Pablo Guillen/dpa
von Agentur DPAProfil

Nur eines gelang Nico Hülkenberg in insgesamt 128 Rennen in der Königsklasse des Motorsports noch nicht: ein Platz auf dem Podium. Schafft er es auch an diesem Sonntag in Singapur nicht, hat er den alleinigen Rekord, den sicher keiner will. Derzeit teilt er ihn sich noch mit Landsmann Adrian Sutil, dessen Formel-1-Karriere nach der Saison 2014 und ebenso vielen Rennen vorbei war.

Als Hülkenberg 2010 in die Formel 1 einstieg, wurde er als Siegfahrer und womöglich noch mehr gehandelt. Mit seiner Pole im vorletzten Rennen seiner Premierensaison in Brasilien bestätigte er sein Können. Letztlich sind aber Siege ohne siegfähiges Auto in der Formel 1 kaum realisierbar. Immerhin: nah dran am Podest war er zumindest schon drei Mal. 2012 und 2016 wurde er in Belgien jeweils Vierter, ebenso 2013 in Südkorea.

Und nun der womöglich 129. Grand Prix, bei dem es der mittlerweile 30 Jahre alte Pilot nicht unter die besten Drei schafft. Angesichts der vermuteten Stärke von Ferrari und auch Red Bull sowie dem generellen Potenzial von Mercedes auch auf dem Marina Bay Street Circuit muss Hülkenberg bei dem Nachtrennen am Sonntag schon auf eine Reihe Aussetzer der Konkurrenz hoffen.

"Der Kurs ist echt hart und körperlich eine Herausforderung", betonte Hülkenberg vor dem Großen Preis in der asiatischen Metropole. Vor allem die extreme Luftfeuchtigkeit bei Temperaturen selbst in der Nacht von über 25 Grad macht allen zu schaffen. Versuchen wird Hülkenberg zweifellos alles, um den Rekord nicht allein zu übernehmen.

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