Für FC Bayern zählt nur das Champions-League-Halbfinale - Spielpraxis für Ribéry, Alaba und ...
Hannover eine Zwischenstation

Jupp Heynckes richtet alles auf den FC Barcelona aus. Auch wenn die Seriensieger des FC Bayern in Hannover weitere Bundesliga-Rekorde knacken können, wird der Meister-Trainer seine Personalentscheidungen ganz dem Champions-League-Halbfinale gegen Lionel Messi und Co. unterordnen. Die Kernfrage des 67-Jährigen für die 90 Spielminuten am Samstag lautet darum: "Wer braucht noch Spielminuten? Wer kann den Samstag-Dienstag-Rhythmus in der jetzigen Saison-Situation gut verkraften und gut wegstecken?"

Von den fixen Einsatzkräften gegen Barça hat Tüftler Heynckes Torwart Manuel Neuer sowie die Feldspieler Franck Ribéry, David Alaba und Mario Gomez auch für die Startelf in Hannover eingeplant. Und wie beim jüngsten 4:0 gegen den 1. FC Nürnberg soll Claudio Pizarro wieder als hängender Stürmer agieren, auch, um wegen der Sperre von Mario Mandzukic im Hinspiel gegen Barcelona am kommenden Dienstag weitere Spielpraxis zu sammeln.

"Wir brauchen Claudio", erläuterte Heynckes. Ribéry und Alaba, die im DFB-Pokal-Halbfinale gegen den VfL Wolfsburg (6:1) wegen Sperre beziehungsweise Erkrankung gefehlt hatten, sollen einen Wettkampfreiz erhalten. Und Neuer spielt, "weil ich einen Torwart vor so einem wichtigen Champions-League-Spiel nicht wechseln kann", wie Heynckes begründete.
Eine Reservistentruppe wird also nicht auflaufen. Einige Akteure sind allerdings angeschlagen. Mandzukic erlitt im Pokal-Halbfinale gegen Wolfsburg eine Knie-Prellung. Er reiste ebenso nicht mit nach Niedersachsen wie Bastian Schweinsteiger, der wegen Problemen am Sprunggelenk schon das Abschlusstraining ausgelassen hatte. Die Blessur sei "eine Kleinigkeit", beruhigte Sportvorstand Matthias Sammer. Thomas Müller plagt eine geprellte Hüfte.

Ambitioniert auftreten werde aber auch ein "FC Bayern light", wie Kapitän Lahm ankündigte: "Wir haben Rekorde zu brechen in der Liga, die will man gerne mitnehmen, keine Frage." Mit dem 26. Sieg in einer Saison (neue Bestmarke) würden die Münchner am 30. Spieltag zugleich den Punkterekord von Borussia Dortmund (81 Zähler) aus der vergangenen Saison einstellen. Zudem könnten sie zum 20. Mal zu Null spielen, auch das wäre ein Spitzenwert in 50 Jahren Bundesliga.

96-Coach Mirko Slomka ist überzeugt, dass die Bayern auch mit dem FC Barcelona im Hinterkopf ein starker Widersacher sein werden. "Die Bayern lassen in dieser Saison nichts liegen, die werden sich also auch bei uns nicht hängen lassen", prophezeite Slomka. Er verwies jedoch auch darauf, dass man die Bayern in drei der letzten vier Heimspiele besiegen konnte (1:0, 3:1, 2:1). "Vielleicht können wir so etwas wie deren Angstgegner hier bei uns werden."
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