17.10.2017 - 22:38 Uhr
Sport

Fußball 2. Bundesliga 1. FC Nürnberg: "Boygroup"reift schnell

Mit einem spektakulären 4:3 beim Bundesliga-Absteiger Darmstadt 98 schiebt sich der 1. FC Nürnberg in der 2. Liga auf Platz drei. Das junge Club-Team scheint unter Trainer Michael Köllner schnell zu reifen.

Cedric Teuchert hat momentan einen richtigen Lauf. Nach zwei Toren in seinen ersten beiden Länderspielen für die deutsche U21 traf der 20-Jährige auch beim 4:3 des 1. FC Nürnberg in Darmstadt zwei Mal ins Schwarze. Bild: Thorsten Wagner
von Agentur DPAProfil

Darmstadt. Zwei Tore hat Cedric Teuchert gerade in seinen ersten zwei Länderspielen für die deutsche U21 erzielt. Beim 4:3 des 1. FC Nürnberg bei Darmstadt 98 ließ der 20 Jahre alte Angreifer zwei weitere Treffer folgen und war damit der Matchwinner im Montagsspiel der 2. Bundesliga. Ansprüche auf einen fixen Startplatz im FCN-Team meldete er dennoch nur verhalten an: "Das entscheidet der Trainer. Ich kann mich nur präsentieren. Aber man sieht, dass ich in Form bin und Tore mache."

Michael Köllner hatte neben Teuchert in Lukas Mühl, Eduard Löwen und Patrick Kammerbauer noch drei weitere 20-Jährige in die Nürnberger Startformation gestellt. Für diesen Mut gegen den wesentlich erfahreneren Gegner wurde der Club-Coach mit Platz drei belohnt.

In der ersten Spielhälfte habe seine Mannschaft dem Druck standgehalten und sich mit dem Ausgleich durch Teuchert belohnt, sagte Köllner. Nach der Pause sei die Einwechslung von Tim Leibold (immerhin schon 23) dann der "Dosenöffner" gewesen. So habe man mehr Druck über die Flügel erzeugt. "Wir hatten ein erstklassiges Umschalt- und Konterspiel", schwärmte Köllner. Rundum zufrieden war er trotz des starken Auftritts nicht: "Den einzigen Vorwurf, den wir uns machen können, ist, dass wir das Spiel nicht früher zugemacht haben."

Vor 17 100 Zuschauern trafen neben Teuchert (23./58. Minute) auch Torjäger Mikael Ishak (51.) und Tim Leibold (74.) für die Gäste. Darmstadt ging durch Yannick Stark früh in Führung (6.) und konnte durch Felix Platte (72.) und Eduard Löwen (87./Eigentor) jeweils verkürzen.

Der sechste Sieg im zehnten Saisonspiel offenbarte, dass Köllners "Boygroup" schnell zu reifen scheint. Von den letzten fünf Spielen hat sie vier gewonnen, die Konstanz beim Punkten nimmt zu. "Insgesamt sind wir momentan gut unterwegs. Und so ein Sieg gibt natürlich Selbstvertrauen", sagte der immer wertvoller werdende Angreifer Ishak (7 Saisontore). "In dieser Liga ist alles sehr eng", kommentierte Löwen: "Deshalb gilt es, weiter hart zu arbeiten."

Eine besondere Partie war es für den Nürnberger Kapitän Hanno Behrens. Drei Jahre hatte er am Böllenfalltor gespielt und war mit den "Lilien" zweimal aufgestiegen. Der erfahrene Behrens verließ seine alte Wirkungsstätte strahlend: "Mit unserer jungen Mannschaft können wir auf das Ergebnis sehr stolz sein."

Wir hatten ein erstklassiges Umschalt- und Konterspiel.Club-Trainer Michael Köllner
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