16.02.2018 - 22:34 Uhr
Deutschland & Welt

Fußball 2. Bundesliga Club setzt auf Heimsieg

Der MSV Duisburg ist keine Laufkundschaft in der 2. Bundesliga. Dennoch kennt der 1. FC Nürnberg im Heimspiel nur ein Ziel: Drei Punkte. Auch für den SSV Jahn stehen die Erfolgschancen nicht schlecht. Gastgeber Dynamo Dresden sucht nach seiner Form.

Club-Trainer Michael Köllner applaudiert seinen Spielern beim 0:0 auf St. Pauli. Der 1. FC Nürnberg möchte mit einem Heimsieg über den MSV Duisburg seines Anwartschaft auf eine direkte Rückkehr in die Fußball-Bundesliga untermauern. Bild: Axel Heimken/dpa
von Agentur DPAProfil

Nürnberg. Michael Köllner steht beim 1. FC Nürnberg vor einer schwierigen Aufgabe. Der Trainer des Fußball-Zweitligisten muss im Heimspiel gegen den starken Aufsteiger MSV Duisburg am Sonntag (13.30 Uhr) eine Lösung im Angriff finden: Wer kann den am Knie verletzten Toptorjäger Mikael Ishak (12 Saisontore) ersetzen? Das ist die große Frage beim Tabellenzweiten, der unbedingt aufsteigen will.

"Wir haben ein megastarkes Kollektiv und sind unberechenbar", sagte Köllner am Freitag. Das Angriffsspiel des Club sei nicht auf einen einzelnen Spieler abgestimmt, betonte der Trainer. Einen Eins-zu-eins-Ersatz gibt es nicht, aber Optionen. Edgar Salli etwa steht nach Ablauf seiner Rot-Sperre wieder zur Verfügung und könnte eine Alternative sein. Ebenso wie Eduard Löwen. "Jeder Ausfall ist hart, aber gehört zum Profifußball dazu", sagte Köllner.

Ishak muss mit einem Innenbandriss im Knie vermutlich acht Wochen pausieren. Beim 6:1 im Hinspiel in Duisburg erzielte der Schwede drei Tore. Damals ging sein Stern auf in einem "wilden Spiel", wie Köllner erinnerte. Die Duisburger haben sich seitdem sehr gut entwickelt. Sie sind seit sieben Partien ungeschlagen. "Duisburg wird heiß sein, aber das sind wir auch. Wir wollen die drei Punkte hierbehalten", kündigte FCN-Kapitän Hanno Behrens an. Auch ohne Ishak soll das gelingen.

Der Club ist inzwischen sogar seit neun Partien ohne Niederlage. Köllner spricht von "einer herausfordernde Aufgabe" gegen den MSV, der Tabellenvierter ist, mit sieben Punkten Rückstand auf den FCN. "Mehr Spitzenspiel geht fast nicht", sagte Köllner zur Konstellation.

Bodenhaftung beim Jahn

Auf einer Welle der Euphorie schwimmt aktuell der SSV Jahn Regensburg. Der Aufsteiger hat zuletzt in elf Spielen lediglich eine Niederlage bei sieben Siegen und drei Unentschieden kassiert. Von Relegationsplatz drei, den Holstein Kiel einnimmt, sind die Domstädter lediglich drei Punkte entfernt. Dennoch übt sich der SSV Jahn in Bodenhaftung. "Wir wollen den Klassenerhalt so schnell wie möglich erreichen, andere Dinge haben wir nicht im Kopf", sagt Torwart Philipp Pentke, der am Sonntag auf seinen ehemaligen Verein trifft. Die Oberpfälzer treten bei Dynamo Dresden an, wo Pentke einst im Juniorenbereich im Tor stand. Für die Sachsen liefen die letzten Partien bei einem Sieg aus fünf Partien enttäuschend. Und auch die Heimbilanz ist mit zehn Punkten aus zwölf Spielen dürftig, so dass Regensburg leicht favorisiert anreist. Im Hinspiel hatte allerdings die SG Dynamo mit 2:0 die Nase vorn. Bis auf Albion Vrenezi und Oliver Hein sind beim Jahn, der am Freitag die Vertragsverlängerung mit Talent Kevin Hoffmann (22) bis 30. Juni 2020 bekanntgab, alle Mann an Bord.

Wir haben ein megastarkes Kollektiv und sind unberechenbar.Michael Köllner, Trainer des 1. FC Nürnberg

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