14.05.2018 - 22:24 Uhr
Deutschland & Welt

Fußball 2. Bundesliga Empörung im Erzgebirge

Aue/Frankfurt. Die abstiegsbedrohten Auer haben beim Deutschen Fußball-Bund Widerspruch gegen die Spielwertung eingelegt. Das teilte der Verein am Montag mit. Als Grund gaben die Sachsen drei eklatante Fehlentscheidungen durch das Schiedsrichterteam unter der Leitung von Sören Storks an.

Sören Bertram (links) von Erzgebirge Aue kann den Absturz auf den Relegationsplatz nicht fassen, während die Darmstädter Aytac Sulu (Mitte) und Joevin Jones entspannt an ihm vorbei gehen. Erzgebirge Aue fühlt sich von Schiedsrichter Sören Storks betrogen und hat beim DFB Widerspruch gegen die Spielwertung eingelegt. Bild: Uwe Anspach/dpa
von Agentur DPAProfil

Der DFB-Kontrollausschuss wiederum leitete ein Ermittlungsverfahren gegen den Aue-Vereinspräsidenten Helge Leonhardt "wegen verschiedener Äußerungen" ein. Er hatte nach der Niederlage am Sonntag in Darmstadt davon gesprochen, dass sein Verein verschaukelt worden sei und er nicht wisse, "ob fahrlässig oder vorsätzlich".

Schiedsrichter Storks hatte in der Partie übersehen, dass der Ball nach einem Schuss von Aues Calogero Rizzuto (4. Minute) erst deutlich hinter der Torlinie geklärt wurde. Außerdem verweigerte der Unparteiische den Gästen wohl einen klaren Handelfmeter (31.). Die Auer müssen nun in zwei Relegationsspielen am 18. und 22. Mai gegen den Drittliga-Dritten Karlsruher SC antreten, während sich die Darmstädter im Saisonfinale vor dem Abstieg retteten.

"Diese ganz klar und in aller Welt sichtbaren Fehler dürfen und können wir nicht im Raum stehen lassen und einfach so hinnehmen. Uns wurde ein reguläres Tor nicht anerkannt, zudem wurden uns zwei klare Elfmeter verwehrt", erklärte Leonhardt im Namen des Vorstandes. "Das Fair Play wurde vom Schiedsrichterteam gestern mit Füßen getreten."

Lutz Michael Fröhlich, der Schiedsrichter-Chef des DFB, wehrte sich gegen die Auer Vorwürfe. "Das Spiel ist aus Schiedsrichtersicht nicht gut gelaufen. Aber Fehler können passieren, das ist menschlich", sagte er. "Verständlich ist der Ärger bei denen, die betroffen sind. Daraus aber den Vorwurf eines Vorsatzes abzuleiten, das ist entschieden zurückzuweisen." Unterdessen ist gegen Referee Storks eine Strafanzeige wegen des Verdachts des Betruges bei der Staatsanwaltschaft Darmstadt gestellt worden. Eingereicht wurde sie von Tobias Andrä, Mitglied des Stadtrats der Großen Kreisstadt Aue.

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