Fußball 2. Bundesliga
„Riesenspiel“ – kleines Ergebnis

Luftkampf zwischen dem "Löwen"-Spieler Fanol Perdedaj (rechts) und dem Heidenheimer Tim Kleindienst. Die Partie endete 1:1. Bild: dpa

1860 München geht mit 16 Punkten in die Winterpause. Gegen den Tabellenvierten Heidenheim ist ein Punkt zu wenig nach einem guten Spiel. Die Trainerfrage steht kurz vor der Auflösung.

München. Der TSV 1860 München hat trotz klarer Überlegenheit ein Erfolgserlebnis zum Ende einer verkorksten Hinrunde in der 2. Fußball-Bundesliga verpasst. Die "Löwen" mussten sich am Freitagabend mit Interimscoach Denis Buschujew gegen das Überraschungsteam des 1. FC Heidenheim mit einem 1:1 (1:0) begnügen. "Wir haben ein Riesenspiel gemacht", kommentierte Buschujew.

Sascha Mölders brachte die Sechziger vor 15 300 Zuschauern in der 27. Spielminute in Führung. Kapitän Marc Schnatterer konnte für den Tabellenvierten Heidenheim per Foulelfmeter ausgleichen (72.). Die Sechziger gehen mit 16 Punkten alles andere als sorgenfrei in die Winterpause. "Ein Punkt ist definitiv zu wenig. Wir waren die bessere Mannschaft", sagte Mölders.

Neben "Löwen"-Investor Hasan Ismaek verfolgte auf der Tribüne der Niederländer Clarence Seedorf die Partie. Präsident Peter Cassalette berichtete jedoch in der Halbzeitpause, dass der frühere Weltklassespieler Seedorf (40) nicht neuer Trainer werde. Der Nachfolger von Kosta Runjaioc werde kommende Woche präsentiert. Der Portugiese Vitor Pereira wird dabei als Favorit gehandelt. "Das würde ich nicht ausschließen", sagte Cassalette.

Gegen Heidenheim wurde das 1860-Team von Buschujew verantwortlich betreut, weil die Ausnahmeregelung von Daniel Bierofka abgelaufen war. Bierofka agierte offiziell als Assistent von Buschujew am Spielfeldrand. Zusammen holte das Duo vier Punkte aus vier Partien. Gegen Heidenheim sorgte eine massierte Defensive mit Kai Bülow im Zentrum einer Dreierkette für Stabilität. "Defensiv haben wir fast nichts zugelassen", lobte Buschujew. Auch nach vorne waren die auf vier Positionen veränderten "Löwen" gefährlich. Einen Freistoß von Levent Aycicek verlängerte Jan Mauersberger mit dem Kopf auf Mölders. Der Torjäger erzielte ungestört sein drittes Saisontor. 1860 hätte spätestens nach der Pause nachlegen müssen. Mölders scheiterte am guten FCH-Torwart Kevin Müller (50.). "Wir hätten den Sack zumachen müssen", klagte Mauersberger. Aber nach Foul von Felix Uduokhai am Ex-"Löwen" Arne Feick verwandelte Schnatterer den Elfmeter für Heidenheim sicher.
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