25.02.2018 - 21:48 Uhr
Deutschland & Welt

Fußball Bundelsiga Es wird immer enger für den HSV

So hat der Hamburger SV in der Ersten Liga nichts zu suchen. Elf Spiele ist das Bundesliga-Gründungsmitglied nun schon ohne Sieg. Der Abstand zum rettenden Ufer wird immer größer. Und wieder einmal fallen einige HSV-Anhänger aus der Reihe.

Die HSV-Spieler Aaron Hunt (rechts) und Gideon Jung schauen sich betreten die Überreste der Pyrotechnik an, die die Hamburger Fans gezündet hatten. Nach der 0:1-Niederlage in Bremen rückt der Abstieg für den Bundesliga-Dino immer näher. Bild: Christian Charisius/dpa
von Agentur DPAProfil

Bremen. War es das schon für den Hamburger SV? Acht Punkte beträgt der Rückstand des Bundesliga-Dino auf den VfL Wolfsburg auf dem ersten Nichtabstiegsplatz. Selbst der Relegationsrang, quasi ein fester Bestandteil der HSV-DNA, ist sieben Zähler entfernt. Eine weitere Niederlage gegen den Tabellen-16. FSV Mainz 05 am nächsten Samstag und der HSV wäre wohl endgültig nicht mehr zu retten.

"Wir sind der HSV, wir haben es immer geschafft", sagte HSV-Stürmer André Hahn zwar nach dem 0:1 (0:0) im Weserstadion. Doch flotte Sprüche helfen den Hamburgern nicht weiter. Dafür ist die Bilanz einfach zu verheerend. Nur vier Siege in 24 Spielen, lediglich 17 Punkte und 18 mickrige Törchen. Das sind die Zahlen eines Absteigers.

Um die Kräfte zu bündeln, will Hollerbach mit seinem Team vor dem wichtigen Mainz-Spiel ein Trainingslager beziehen. Das zeigt, dass er trotz aller Rückschläge nicht aufgeben will. "Wenn wir am Samstag die Mainzer besiegen, sieht die Sache schon wieder ganz anders aus", sagte der Ex-Profi. Von Heribert Bruchhagen erhielt der Gisdol-Nachfolger trotz des fünften sieglosen Spiels unter seiner Regie Rückendeckung. Die Frage, ob ein erneuter Trainerwechsel vorstellbar sei, verneinte der Vorstandschef: "Nein, diesen Gedanken haben wir nicht im Ansatz."

Tags zuvor musste Bruchhagen nach dem engagierten, sportlich aber limitierten Auftritt an der Weser einräumen: "Wenn du im Klassenkampf bestehen willst, dann musst du auch mal ein Tor erzielen." André Hahn, Filip Kostic, Aaron Hunt und Bakery Jatta mühten sich zwar redlich, eine wirklich 100-prozentige Chance bekamen sie aber nicht zustande. Sechs Torschüsse wies die Statistik am Ende aus - Gefahr löste keiner davon aus. Auch in Bremen rächte sich wieder, dass der HSV in der Winterpause in der Offensive nicht nachbesserte.

Dass die Niederlage in Bremen auch noch durch ein höchst umstrittenes Tor besiegelt wurde, passt zum Niedergang des sechsmaligen deutschen Meisters. Die HSV-Profis waren auf jeden Fall außer sich, als sie auf den Fernsehgeräten in den Katakomben den später als Eigentor von Rick van Drongelen gewerteten Treffer zu sehen bekamen. "Das ist doch Abseits", schimpfte Kyriakos Papadopoulos und schickte ein Schimpfwort in Richtung Schiedsrichter Felix Zwayer hinterher. In der Tat konnte man zu der Erkenntnis kommen, dass Ishak Belfodil im Abseits stand. Die erneute Pleite brachte auch mehrere HSV-Anhänger in Rage. Sie zündeten immer wieder Pyro-Feuerwerk, weshalb die Partie dreimal unterbrochen wurde.

Wir sind der HSV, wir haben es immer geschafft.HSV-Stürmer André Hahn

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