25.02.2018 - 21:48 Uhr
Deutschland & Welt

Fußball Bundesliga Bayern haken Remis schnell ab

München. In der Kabine waren sich Trainer, Bosse und Spieler des FC Bayern ganz schnell einig. Vier Tage nach dem großen 5:0 gegen Besiktas Istanbul in der Champions-League war die triste Nullnummer gegen Hertha BSC im Bundesliga-Alltag kein Vorfall, der eine größere Aufarbeitung erforderlich macht. Die Münchner Dauersieger sind eben doch Menschen und keine Maschinen. "Der Tenor in der Kabine war: Wir nehmen das 0:0 hin", berichtete Fußball-Weltmeister Mats Hummels aus dem Heiligtum, aus dem normalerweise nichts nach außen dringt.

Ein Arjen Robben darf sauer sein. Bild: Matthias Balk/dpa
von Agentur DPAProfil

Die nach 14 Pflichtspielsiegen gerissene Erfolgsserie war auch für Jupp Heynckes belanglos angesichts des gigantischen Vorsprungs in der Tabelle. "Solche Tage gibt es im Fußball. Ich kann meiner Mannschaft überhaupt keinen Vorwurf machen", sagte der Trainer nachsichtig.

Im Interview der "Bild am Sonntag" ließ der 72-Jährige derweil zwischen den Zeilen erkennen, dass er den Energie fressenden Job in München - wie von Anfang an betont - nur bis Saisonende ausüben mag. "Ich mache das gerne jetzt, aber dafür braucht man viel Kraft und psychische Stabilität", sagte Heynckes. Die Trennung von Ehefrau, Hund und Bauernhof im Rheinland sowie die einsamen Abende im Hotel findet er "nicht lustig". Im übrigen, intern sei alles geklärt. Der FC Bayern werde im Sommer "einen adäquaten Trainer" bekommen.

Nur wen? Heynckes wird seine gesamte Kraft dafür einsetzen, für den Triple-Traum alle Einzelinteressen und die Launen einzelner Stars zu moderieren. Gegen Hertha ließ er Arjen Robben und Franck Ribéry wieder von Anfang an ran. Und Robben musste nach dem Spiel nochmal über seine Verärgerung über die Reservistenrolle in der Königsklasse gegen Besiktas reden. Und der 34-jährige Holländer erledigte das professionell und aufrichtig. Er rügte sich selbst. "Den Satz über meine Gefühle und Gedanken hätte ich nicht sagen müssen", räumte er mit dem Abstand einiger Tage ein. Aber er beharrte: "Als Spieler darf man sauer sein, muss man sauer sein!"

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