Fußball
Club hält lange mit

Der Weidener Dennis Lippert (rechts) ist vor Union-Spieler Steven Skrzybski am Ball. Die Nürnberger hielten in Berlin lange mit, verloren aber am Ende doch mit 0:1. Bild: dpa

Club-Trainer Michael Köllner wollte aus Berlin "was mitnehmen." Lange ging die Rechnung des Neutrainers auch auf - genau gesagt bis zur 83. Minute.

Berlin. "Eisern" Union ist nach dem 25. Spieltag die Nummer eins in der 2. Fußball-Bundesliga und kommt dem Aufstieg ins Oberhaus immer näher. Der eingewechselte Österreicher Philipp Hosiner schoss in der 83. Minute die Berliner in einem hart umkämpften Montagsspiel zum 1:0 (0:0) gegen den 1. FC Nürnberg. Union blieb damit auch im neunten Spiel nacheinander ungeschlagen und stellte mit dem sechsten Sieg in Serie einen neuen Clubrekord auf. Das Team von Jens Keller verdrängte mit 50 Punkten den bisherigen Tabellenführer VfB Stuttgart (49) von der Spitze.

Mutige Nürnberger

Der Club (jetzt mit 32 Punkten auf Rang zehn) musste sich im achten Zweitligaspiel gegen den 1. FC Union erstmals geschlagen geben. Die Gäste traten vor 21 210 Zuschauern im Stadion "An der Alten Försterei" durchaus mutig auf.

Die Nürnberger spielten auf dem neu verlegten Rasen gefällig mit und kamen selbst zu einigen guten Möglichkeiten. Die Franken waren mit großen Personalsorgen nach Berlin gereist. Neben den vielen verletzten Spielern musste der Club auch auf die für ihre Nationalmannschaften abgestellten Even Hofland (Norwegen) und Rurik Gislason (Island) verzichten.

Die Mannschaft des neuen Trainers Michael Köllner hatte in der Startphase durch Tobias Kempe und Edgar Salli die ersten Torgelegenheiten. Später fehlte die Präzision.

Union spielte dann zwingender. Stürmer Sebastian Polter zielte nach einer halben Stunde für Union dreimal zu ungenau. Nach einer Unterbrechung durch eine Verletzung von Schiedsrichter Jochen Drees traf Polter nur den Pfosten (80.). Schließlich sicherte Hosiner nach Zuspiel von Steven Skrzybski Union die erste Tabellenführung seit dem 7. Spieltag der Saison 2013/14.

Schiri verletzt

Schiedrichter Jochen Drees sorgte eine Viertelstunde vor Schluss für eine mehrminütige Spielunterbrechung. Der Referee musste sich vom Union-Mannschaftsarzt wegen einer Oberschenkelverletzung behandeln lassen, konnte das Spiel aber fortsetzen.
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