06.03.2018 - 22:44 Uhr
Deutschland & Welt

Fußball DFL hat Verständnis für Fans

Frankfurt. In der Bundesliga regen sich massive Fanproteste allerorten, die Deutsche Fußball-Liga sieht im Dialog mit den organisierten Anhängern dennoch große Fortschritte. "Wir stehen uns nicht mehr so konfrontativ gegenüber, dass wir keine Lösungen finden können", sagte der zuständige DFL-Direktor Ansgar Schwenken am Dienstag in einem Pressegespräch in Frankfurt. "In letzter Zeit hat sich etwas bewegt. Sowohl von unserer Seite als auch von Seiten des DFB herrscht mehr Verständnis - ohne dass unsere Positionen dabei aufgegeben werden."

"Wir stehen uns nicht mehr so konfrontativ gegenüber, dass wir keine Lösungen finden können." Zitat: DFL-Direktor Ansgar Schwenken über den Dialog mit organisierten Fußballfans
von Agentur DPAProfil

Schwenken verwies auch auf die vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) ausgesetzte Kollektivstrafe für einzelne Bundesligisten bei Fehlverhalten des Publikums und die angestrebte einheitliche Freigabe von Fan-Utensilien unter bestimmten Bedingungen in den Stadien. Letzteres soll das DFB-Präsidium am Freitag beschließen. Die Benutzung von Fan-Utensilien ist schon lange ein Streitpunkt zwischen Anhängern der 36 Clubs der 1. und 2. Liga auf der einen sowie DFB, DFL und Sicherheitsbehörden auf der anderen Seite. Hinter Vereinsfahnen und Bannern verstecken sich auch mal Anhänger, um die Pyrotechnik zu zünden. Zudem geht es um Schmäh-Plakate, wie es sie zum Beispiel gegen Hoffenheims Mäzen Dietmar Hopp immer wieder gibt.

In der Bundesliga kochten zuletzt vielfältige Proteste gegen Montagsspiele und eine mögliche Neugestaltung der 50+1-Regelung, die den Einfluss externer Investoren bei einem Club einschränkt, hoch. Der Unmut der Fans beruht vor allem auf dem Unbehagen bei der zunehmenden Kommerzialisierung und richtet sich mehr gegen den DFB als gegen die DFL als Dachorganisation des Profifußballs.

Wir stehen uns nicht mehr so konfrontativ gegenüber, dass wir keine Lösungen finden können.DFL-Direktor Ansgar Schwenken über den Dialog mit organisierten Fußballfans
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