30.11.2016 - 02:10 Uhr
Sport

Fußball Noch viel Arbeit für den Club

Erst einmal ist der 1. FC Nürnberg gestoppt. Das 1:3 beim VfB Stuttgart zeigt, woran der "Club" in der 2. Fußball-Bundesliga arbeiten muss. Für den Trainer naht ein besonderes Spiel.

Die Nürnberger Spieler Even Hovland (links) und Dave Bulthuis gehen niedergeschlagen vom Spielfeld. Die 1:3-Niederlage in Stuttgart beendete die Erfolgsserie der Mittelfranken. Bild: dpa
von Agentur DPAProfil

Stuttgart. Nach dem Ende der Erfolgsserie suchten die gestoppten Nürnberger die Schuld für die Niederlage vor allem bei sich selbst. "Man hat gesehen, welche Arbeit da noch auf uns wartet, wenn man vorne mitspielen will", sagte der dieses Mal ohne Treffer gebliebene Torjäger Guido Burgstaller nach dem 1:3 (0:2) beim VfB Stuttgart. "Da brauchen wir noch viel, viel Zeit", sagte der Österreicher, der sein Team erstmals als Kapitän aufs Feld führte.

Nach sieben ungeschlagenen Spielen kassierten die Franken bei ihrer furiosen Aufholjagd in der 2. Fußball-Bundesliga wieder eine Niederlage. Burgstaller blieb erstmals nach fünf Partien mit mindestens einem Treffer ohne eigenes Tor, ist aber weiterhin der beste Torschütze der Liga.

Nicht nur die Hypothek des miserablen Saisonstarts mit nur zwei Punkten aus sechs Partien lastet noch auf dem "Club". Im Vergleich zu Spitzenteams, wie es der schwäbische Bundesliga-Absteiger eines darstellt, fehlt einfach auch noch etwas. "Aus dem Spiel können wir lernen als Mannschaft", sagte der elfmalige Saisontorschütze Burgstaller. "Wir müssen einiges besser machen und dann bin ich positiv gestimmt, dass wir das nächste Spiel wieder mit drei Punkten absolvieren."

Der nächste Gegner des Tabellenzehnten ist am kommenden Samstag der Tabellennachbar SV Sandhausen, der ehemaligen Club von FCN-Trainer Alois Schwartz. Die erste Niederlage seines aktuellen Teams seit dem 20. September sah Schwartz besonders im unkonzentrierten Start und in der fehlenden Durchschlagskraft in der Offensive begründet. "Wir haben vor dem Spiel noch gewarnt vor einem frühen Gegentor. Doch genau das kriegen wir nach drei Minuten", sagte der 49-Jährige. "Unser Spiel sah ganz ordentlich aus, war im letzten Drittel aber harmlos."

Da traten die Stuttgarter um Doppeltorschütze Simon Terodde ganz anders auf. "Im Moment werde ich sehr, sehr gut bedient von meinen Mannschaftskollegen", sagte der 28-Jährige nach seinen Saisontoren neun und zehn. "Ich wurde dafür geholt, um Tore zu machen." Terodde liegt nur noch einen Treffer in der Torschützenliste hinter Burgstaller. Von den überrumpelten Franken wurde Terodde allerdings auch nicht richtig gehindert. Erstmals seit dem fünften Spieltag kassierten die Nürnberger wieder drei Gegentore, damals waren es gar fünf Gegentreffer beim 4:5 gegen den VfL Bochum.

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