07.03.2018 - 22:48 Uhr
Deutschland & Welt

Fußball Ohne volle Pulle geht nichts

Leipzig steht in der Europa-League gegen Zenit St. Petersburg vor einer Premiere, sollte aber gegen die torgefährlichen Russen einen Gegentreffer vermeiden. Dortmund tritt gegen Salzburg an, die immerhin seit 17 Europapokal-Partien nicht mehr verloren haben.

Ist das die richtige Vorbereitung auf ein Achtelfinalspiel in der Europa-League? Konrad Laimer (Zweiter von rechts) will beim Abschlusstraining von RB Leipzig seinen Teamkameraden Timo Werner (Mitte) mit einem Schneeball abschießen. Bild: Hendrik Schmidt/dpa
von Agentur DPAProfil

Leipzig/Dortmund. Beide Bundesliga-Vereine müssen Vollgas geben: Für Borussia Dortmund soll die Erfolgsserie mit Trainer Peter Stöger auch international weitergehen, RB Leipzig hofft in der Europa-League auf eine Trendwende. Im Hinspiel des Achtelfinals erwarten die Dortmunder am Donnerstag (19.00 Uhr/Sky) den österreichischen Club FC Salzburg. Leipzig, schon seit vier Pflichtspielen ohne Sieg, tritt kurz darauf (21.05 Uhr/Sport1 und Sky) zu Hause gegen Zenit St. Petersburg an. Doch vor einer drohenden Minuskulisse können die Sachsen wohl nicht auf einen Heimvorteil setzen. Die Red Bull Arena könnte bei ungemütlichem Winterwetter womöglich nur zur Hälfte gefüllt sein.

Ohne Gegentor bleiben

Dabei geht es für Leipzig um viel. Nach drei Pflichtspielniederlagen und einem Remis giert die Mannschaft von Trainer Ralph Hasenhüttl nicht nur nach einem Sieg - sie braucht ihn unbedingt. In der Bundesliga sind die Leipziger auf Platz sechs vorerst raus aus den Champions-League-Rängen. Alles andere als ein Hinspielerfolg ohne Gegentor dürfte die Chancen auf das erstmalige Erreichen des Viertelfinales in der Europa-League drastisch einschränken. Ein Aus wäre ein empfindlicher Rückschlag. Das gibt auch Hasenhüttl zu verstehen: "Ich hätte nix dagegen, wenn wir noch ein paar Runden international schaffen."

Hasenhüttl kann mit allen Leistungsträgern planen. Und er wird auch seine besten Profis aufbieten müssen, um gegen St. Petersburg, die torgefährlichste Mannschaft des Wettbewerbs, ein Auswärtstor zu verhindern. Die vergangenen fünf Pflichtspiele, darunter auch die beiden Partien der Zwischenrunde gegen den SSC Neapel, überstand Leipzig allerdings nicht ohne Gegentreffer. Hinzu kommt der große Makel in dieser Saison, eine Führung nicht verteidigen zu können. Das 1:1 zuletzt daheim gegen Dortmund war die achte Partie, in der ein Vorsprung den Leipzigern wieder nicht für drei Punkte reichte.

Für Borussia Dortmund ist dagegen Verlieren seit dem Amtsantritt von Coach Stöger fast zum Fremdwort geworden. Was dem Team des Österreichers im Vergleich mit früheren BVB-Trainern jedoch abhanden gekommen scheint, ist begeisternder Offensivfußball. Das 1:1 in Leipzig zeigte ansatzweise, dass es noch geht. Stöger durfte zufrieden festhalten, er habe vieles gesehen, was er sehen möchte: "Das macht dann Spaß." So soll es auch gegen Salzburg sein.

Stöger unter Beobachtung

Im Hinspiel gegen die Österreicher könnte Stögers Bewerbung um ein weiteres Engagement beim BVB über das Saisonende hinaus forciert werden, wenn es ihm und der Mannschaft gelingt, mit einer Fußball-Gala die Kritiker noch mehr zu besänftigen. Gelingt so etwas im Endspurt der Spielzeit sogar konstant, soll Peter-Bosz-Nachfolger Stöger laut BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke erster Ansprechpartner sein, wenn es um die Postenvergabe für die kommende Saison geht.

Ich hätte nix dagegen, wenn wir noch ein paar Runden international schaffen.Ralph Hasenhüttl, Trainer von RB Leipzig
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