11.02.2018 - 21:06 Uhr
Deutschland & Welt

Fußball Ovationen für Marco Reus

Dortmund. Am Ende seiner langen Leidenszeit wirkte Marco Reus wie von Lasten befreit. Der ansonsten eher medienscheue Nationalstürmer meisterte den Interview-Marathon nach seinem umjubelten Comeback in für ihn ungewohnter Plauderlaune. Mit einem Dauerlächeln gewährte der von einem Kreuzbandriss genesene Dortmunder Einblicke in sein Gefühlsleben. "Es war sehr aufregend, wieder die Atmosphäre zu spüren und ein geiles Gefühl, wieder dabei zu sein", schwärmte er im Anschluss an das mühselige 2:0 (0:0) über den Hamburger SV.

Marco Reus (links) im Zweikampf gegen Hamburgs Gideon Jung: Der Nationalspieler ist für Borussia Dortmund nach langer Verletzungspause wieder am Ball. Bild: Guido Kirchner/dpa
von Agentur DPAProfil

Wie sehr der 28 Jahre alte Angreifer den BVB-Fans in den vergangenen 259 Tagen gefehlt hatte, bekam er bereits vor dem Anpfiff zu spüren. Als Stadionsprecher Norbert Dickel die Startaufstellung mit dem Namen Reus verkündete, erbebte das Dortmunder Stadion in seinen Grundfesten. Und auch bei seiner Auswechslung in der 71. Minute gab es Ovationen von den Tribünen. Trainer Peter Stöger war mächtig beeindruckt: "Es war richtig gut - ein richtig gutes Gefühl für uns, wahrscheinlich ein super Gefühl für ihn."

Doch die mit dem Comeback verbundene Hoffnung der Dortmunder auf mehr Spielkultur erfüllten sich zumindest in der ersten Halbzeit nicht. Zwar avancierte Reus auf Anhieb zum besten Dortmunder, konnte seiner Mannschaft aber zunächst nur bedingt zu mehr Torgefahr verhelfen. Bei aller Freude über seine Rückkehr auf den Fußballplatz verlor er nicht den Blick für die Realitäten: "Wir haben nicht unser bestes Spiel gezeigt, aber in dieser Phase ist es wichtig, zu punkten. Wir wissen, dass wir viel Arbeit vor uns haben."

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