Fußball
Stolz auf Kapitänsbinde

Pierre-Emerick Aubameyang (links) ist der Hoffnungsträger seines Landes: Gastgeber Gabun gilt beim Afrika-Cup als einer der Titelanwärter. Bild: dpa

Der Afrika Cup startet am Samstag in seine 31. Auflage. Elf Bundesligaprofis sind beim Turnier bis zum 5. Februar dabei. Im Fokus steht Pierre-Emerick Aubameyang. Der beste Bundesliga-Torschütze aus Dortmund könnte seinen Marktwert weiter steigern.

Düsseldorf. Pierre-Emerick Aubameyang führt das Team aus Gabun von diesem Samstag an als Kapitän in sein bisher wichtigstes Turnier. Schon sein Vater hatte diese Rolle inne. "Er war Kapitän, nun bin ich Kapitän. Es macht mich stolz", sagte Aubameyang dem amerikanischen TV-Sender CNN. Der Gastgeber gilt nicht zuletzt aufgrund der Qualitäten des derzeit mit 16 Toren besten Bundesliga-Torschützen als Titelaspirant. Diese hohe Wertschätzung hält Aubameyang für gerechtfertigt: "Wir haben ein gutes Team. Warum nicht zum ersten Mal die Trophäe gewinnen?", sagte er. Schafft Gabun den Sprung in das Finale am 5. Februar in Libreville, fehlt Aubameyang der Borussia allerdings in drei Punktspielen und möglicherweise auch noch im Pokal-Achtelfinale am 8. Februar gegen Hertha BSC.

So lange würde Thomas Tuchel ungern auf seinen effektivsten Angreifer verzichten. Dennoch wünscht der BVB-Coach seinem Schützling ein erfolgreiches Turnier: "Nichts hilft seinem Selbstvertrauen mehr, als wenn er dort erfolgreich ist." Wirklich sorgenfrei ist der Fußball-Lehrer dabei jedoch nicht: "Ich begleite das mit Zittern und Daumendrücken. Vor allen Dingen wünsche ich mir, dass er gesund zurückkehrt."

Mit ähnlichen Wünschen verabschiedeten auch andere Bundesligatrainer Spieler Richtung Afrika. Elf Profis aus der 1. und 2. Bundesliga nehmen an der kontinentalen Meisterschaft mit 16 Teams teil. Der FC Schalke ist der Club mit den meisten Abstellungen: In Nabil Bentaleb (Algerien), Bernard Tekpetey und Abdul Rahman Baba (Ghana) stehen gleich drei Spieler für mindestens eine Bundesligapartie nicht zur Verfügung.

Afrika-Kenner Gernot Rohr traut dem Dortmunder Aubameyang beim Afrika Cup eine tragende Rolle zu. "Aubameyang hat sicher große Chancen auf die Torjägerkanone", sagte der einstige Nationaltrainer Gabuns. Ein starkes Turnier könnte die Spekulationen um einen Vereinswechsel des vertraglich bis 2020 an den BVB gebundenen Aubameyang weiter verstärken. Wie groß der Hype um den 27-Jährigen mittlerweile geworden ist, dokumentieren jüngste Gerüchte über ein verlockendes Angebot aus China. Demnach wäre Shanghai SIPG bereit, die Rekordsumme von 150 Millionen Euro zu bezahlen.

Wir haben ein gutes Team. Warum nicht zum ersten Mal die Trophäe gewinnen?Pierre-Emerick Aubameyang
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