08.02.2018 - 21:48 Uhr
Deutschland & Welt

Fußball Vorfreude bei Goretzka

Nach dem glanzlosen Einzug ins Pokal-Halbfinale blickt Schalke auf den Bundesliga-Hit beim FC Bayern. Goretzka fühlt sich fit für die Partie gegen seinen künftigen Club.

Leon Goretzka (vorne) grätscht im Viertelfinalpokalspiel gegen den Wolfsburger Marcel Tisserand. Der Schalker will am Samstagabend beim Gastspiel in der Münchener Allianz-Arena zeigen, dass ihn der FC Bayern zurecht ab der kommenden Saison verpflichtet hat. Bild: Ina Fassbender/dpa
von Agentur DPAProfil

Gelsenkirchen. Erst freute sich Leon Goretzka über den Einzug ins Pokal-Halbfinale, dann blickte der Noch-Schalker auf den Bundesliga-Schlager bei seinem künftigen Arbeitgeber. "Die Vorfreude nach München zu fahren, ist immer groß. Das ist die beste Mannschaft in Deutschland. Und es ist ein spezielles Spiel, sich mit den Besten zu messen. Nach Möglichkeit wollen wir da etwas mitnehmen", sagte der Nationalspieler nach dem 1:0-Viertelfinalerfolg des FC Schalke 04 gegen VfL Wolfsburg.

Der Auftritt beim Tabellenführer am Samstag (18.30 Uhr/Sky) steht für Goretzka unter besonderen Vorzeichen: Nach Bekanntwerden seines Wechsels zum Branchenriesen nach dieser Saison wurde er bei seinen Einsätzen von den Schalke-Fans ausgepfiffen. Zwar präsentierte er sich im Pokal gegen die Niedersachsen nach Fuß- und Hüftproblemen noch nicht wieder in Bestform, dennoch konnte Goretzka sich sogar über Szenenapplaus freuen. Und zu seinem 23. Geburtstag am Dienstag überraschten ihn einige Anhänger mit einem Kuchen. "Das ist schon außergewöhnlich", sagte Goretzka. "Es hat mich extrem gefreut, dass die Unterstützung wieder da ist."

Offen ist, ob Goretzka am Samstag beim FC Bayern vorspielt. "Darüber habe ich mir noch keinen Gedanken gemacht", sagte er. Fit genug fühlt er sich, und sportlich gibt es kaum eine Alternative, weil Nabil Bentaleb zuletzt schwach agierte. "Ich bin froh, dass ich 90 Minuten gespielt habe. Und ich habe keine Wehwehchen", versicherte Goretzka. Er weiß aber, dass vor der Partie in München wegen der besonderen Umstände "alles ein bisschen hochkochen" wird.

Nach nur vier Punkten aus vier Spielen seit Ende der Winterpause dient der erste Schalker Halbfinal-Einzug seit dem Pokalsieg 2011 den Königblauen indes als Stimmungsaufheller. "Unter den letzten vier Mannschaften im DFB-Pokal zu stehen, fühlt sich gut an", sagte Trainer Domenico Tedesco, der ein Problem aber noch nicht gelöst hat. Wie zuletzt häufig verpasste es das Team nach einer Führung, mit dem zweiten oder dritten Treffer für klare Verhältnisse zu sorgen. "Dass dies eine Schwäche von uns ist, wissen wir", räumte Tedesco ein. Gegen Wolfsburg genügte das Tor von Guido Burgstaller (10.), auch weil VfL-Profi Yunus Malli nur die Latte traf und Goretzka mit einer Rettungstat auf der Linie kurz vor Schluss eine Verlängerung verhinderte.

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