Fußball
Zum Auftakt gleich knüppeldick

Ohne Marc Bartra muss Borussia Dortmund beim englischen Vizemeister Tottenham Hotspurs auskommen. Der Spanier fällt wegen Adduktorenproblemen aus. Bild: Patrick Seeger/ dpa

London/Leipzig. Für Borussia Dortmund kommt der Auftakt in der Champions-League bei Tottenham Hotspur einem Endspiel gleich, für Neuling RB Leipzig ist die Premiere in der Königsklasse gegen Vorjahreshalbfinalist AS Monaco ein Festtag. Im Kräftemessen mit Europas Fußball-Elite verbindet die beiden höchst unterschiedlichen Fußball-Bundesligisten jedoch das gleiche Ziel - drei Punkte.

"Ich halte die Partie gegen Tottenham für das schwerste Spiel der zweiten Jahreshälfte", sagte BVB-Präsident Reinhard Rauball vor der Rückkehr in den Fußball-Tempel Wembley. Gut vier Jahre nach der bitteren 1:2-Finalniederlage gegen Bayern München wollen es die Dortmunder an diesem Mittwoch (20.45 Uhr/ZDF und Sky live) besser machen und mit einem Sieg beim englischen Vizemeister die Weichen zum Weiterkommen in der Hammergruppe H stellen.

Erfahrene Mannschaft

"Wir sind eine erfahrene Champions-League-Mannschaft, die trotz hochkarätiger Gegner das Ziel haben sollte, die Gruppenphase zu überstehen", sagte Taktgeber Nuri Sahin dem "Kicker". Ein Erfolg in London könnte Mut für das nicht minder knifflige Kräftemessen zwei Wochen später mit Titelverteidiger Real Madrid machen. "In solchen Gruppen werden Helden geboren", sagte BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke.

Sportdirektor Michael Zorc schwant jedoch, dass es gegen Tottenham diesmal nicht so leicht wird wie vor anderthalb Jahren im Europa-League-Achtelfinale, als der BVB als erstes deutsches Team im alten Stadion an der White Hart Lane gewann (2:1). Damals lag das Hauptaugenmerk des mit einer B-Elf angetretenen Gegners auf der englischen Meisterschaft.

Zum Leidwesen von Trainer Peter Bosz taugte die Generalprobe am Samstag in Freiburg nicht zur positiven Einstimmung. Zum einen kam der Bundesliga-Tabellenführer trotz langer Überzahl nicht über ein 0:0 hinaus. Zum anderen zog sich der gerade erst genesene Marcel Schmelzer einen Bänderteilriss im Sprunggelenk zu. Marc Bartra fehlt wegen Adduktorenproblemen ebenfalls.

Nichts zu verlieren hat RB Leipzig. Der Vizemeister will den Beweis antreten, auch mit einer unerfahrenen Mannschaft in der Königsklasse bestehen zu können. Beim ersten internationalen Auftritt einer Leipziger Mannschaft seit fast 29 Jahren - im November 1988 verlor der 1. FC Lok Leipzig im Uefa-Pokal gegen den SSC Neapel (0:2) - fordert Sportdirektor Ralf Rangnick "eine Leistung am Limit".

Keita-Einsatz offen

Umso wichtiger wäre ein Einsatz des Leistungsträgers Naby Keita. Der Mittelfeldspieler aus Guinea brach am Dienstagabend aber die abschließende Trainingseinheit wegen Adduktorenproblemen ab. Damit ist sein Einsatz unwahrscheinlich. "Wenn nicht ein Wunder passiert, wird er nicht spielen können", sagte Trainer Ralph Hasenhüttl bei der Pressekonferenz. Der zuletzt erkältet fehlende Emil Forsberg ist wieder fit.

In solchen Gruppen werden Helden geboren.BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke
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