06.09.2014 - 00:00 Uhr
Sport

Fußballerin Sara Däbritz (19) stolz auf den Titel "Die WM, die vergisst man nie"

Ebermannsdorf. Zeit zum Verschnaufen blieb kaum - lediglich zwei Tage hatte Sara Däbritz aus Ebermannsdorf, die vor eineinhalb Wochen mit der U-20-Fußball-Weltmeisterin wurde, um sich von dem Turnier zu erholen. Dann begann sie wieder mit dem Training beim Bundesligisten SC Freiburg - am Sonntag spielt sie gegen den FC Bayern München. Im Interview spricht sie über die WM, aber auch über ihre Zukunftspläne.

von Kristina Sandig Kontakt Profil

Sie sind Weltmeisterin geworden, haben Sie schon realisiert, was das bedeutet?

Ja, inzwischen schon. Ich bin ja schon seit eineinhalb Wochen wieder in Freiburg und habe letztes Wochenende das erste Spiel bestritten. Am Sonntag steht das nächste Spiel an, gegen Bayern. Es ist unser Heimspiel. Die WM ist eigentlich schon wieder rum, aber natürlich hat man die Bilder im Kopf, denkt zwischendurch immer noch daran. Vergessen wird man diesen Augenblick sowieso nie.

Was war der schönste WM-Moment?

Das war auf jeden Fall das Finale. Aber eigentlich war alles schön. Besonders sind natürlich die Spiele, die in Richtung Finale gehen, also auch das Halbfinale - da war Frankreich uns eigentlich überlegen, wir haben aber trotzdem gewonnen. Und natürlich ist das Finale das Beste an einer Weltmeisterschaft überhaupt. Da ging es um den Titel und der ist der Traum eines jeden Spielers. Glücklicherweise haben wir gewonnen - wenn auch sehr spät.

Nimmt man in solchen Momenten nur das Spielfeld wahr oder auch das Drumherum?

Die Atmosphäre im Stadion registriert man auf alle Fälle. Ein besonderes Erlebnis war das Spiel gegen Gastgeber Kanada. Da waren 23 000 Menschen im Stadion - die meisten davon waren sozusagen gegen uns, aber es waren auch ein paar Deutsche dort. Es macht riesigen Spaß, vor so großer Kulisse zu spielen. Beim Finale waren 15 000 Zuschauer da.

23 000 Leute und fast alle schreien für Kanada - hat man da auch Bammel?

Nein, Bammel oder Angst hat man da nicht. Ich sehe so etwas eher als motivierend an. Natürlich ist es schöner, im Heimstadion zu spielen, wo alle für einen sind.

Wie viel Zeit blieb Ihnen nach der WM, um daheim in Ebermannsdorf zu entspannen?

Ich bin am Dienstag in Frankfurt gelandet, danach gab es noch einen Empfang des DFB. Meine Eltern haben mich in Frankfurt abgeholt, aber am Donnerstag war ich wieder in Freiburg, da wir am Samstag bereits das erste Spiel hatten. Da blieb wenig Zeit zum Erholen.

Sie sind Europa- und Weltmeisterin, welche Chancen rechnen Sie sich für die Frauen-Nationalmannschaft aus?

Darüber lässt sich im Moment überhaupt nichts sagen. Nächstes Jahr ist in Kanada die Frauen-WM. Mein großes Ziel ist, dabei zu sein. Jetzt ist wichtig, dass ich beim SC Freiburg meine Leistung abrufe und auch, wenn ich zu Lehrgängen eingeladen werde. Ich versuche immer, mein Bestes zu geben.

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