Haas und Kohlschreiber greifen in München erst Mitte der Woche ein
Lockerer Show-Auftakt

Tommy Haas, der über eine Rückkehr ins Davis-Cup-Team nachdenkt, schlägt beim Turnier in München voraussichtlich am Mittwoch erstmals auf. Bild: dpa
Schon vor ihren ersten Auftritten auf dem Münchner Sand zeigten sich die deutschen Hoffnungsträger beim ATP-Heimturnier angriffslustig. "Ich habe tolle Tennismonate hinter mir. Wenn ich gut spiele, dann weiß ich, dass ich hier wieder gewinnen kann", betonte Titelverteidiger Philipp Kohlschreiber, der dank eines Freiloses in Runde eins erst Mitte der Woche ins Geschehen eingreifen wird.

Nach seinem überraschenden Halbfinal-Einzug in Barcelona darf der Weltranglisten-21. zunächst noch etwas durchschnaufen. Am Montag hielt er sich zusammen mit Tommy Haas und den DTM-Fahrern Timo Glock und Bruno Spengler bei einem Show-Match bei Laune. "Vor heimischem Publikum zu spielen ist der besondere Reiz", kommentierte Kohlschreiber - und griff wie Haas nach großen Worten: "Ein Traum" sei es, "in München zu gewinnen", urteilten die beiden einstimmig.

Das Gefühl des Sieges in Bayerns Landeshauptstadt kennt auch Nikolai Dawydenko. Als einziger Mitfavorit musste der Turniergewinner von 2004 und 2011 aus Russland bereits am Auftakttag ran - und schied nach einem 4:6, 4:6 gegen den Kroaten Ivan Dodig prompt aus. Auf den Überraschungssieger wartet bei der mit 467 800 Euro dotierten Veranstaltung jetzt allerdings für Münchner Verhältnisse gleich ein Großkaliber: Landsmann Marin Cilic, immerhin die Nummer elf der Welt.
Im rein deutschen Duell setzte sich Daniel Brands mit 5:7, 6:4, 6:3 gegen Tobias Kamke durch und zog unter die letzten 16 Akteure ein. Insgesamt standen sieben Lokalmatadoren im Hauptfeld, von denen Kevin Krawietz als erster ausschied: Er verlor seinen Auftakt gegen Marinko Matosevic (Australien) 2:6, 4:6.

Die beiden deutschen Spitzenkräfte schlagen voraussichtlich erst am Mittwoch auf. Kohlschreiber winkt ein Match gegen den zyprischen Routinier Marcos Baghdatis. Haas, ebenfalls mit einem Freilos für Runde eins ausgestattet, erwartet im Achtelfinale den Sieger der Partie zwischen Jarkko Nieminen (Finnland) und dem Letten Ernests Gulbis. Aber gegen wen auch immer: Haas ist Favorit. Der 35-Jährige hatte erst im März beim bedeutungsvollen Masters-Turnier in Miami mit seinem Siegeszug bis ins Halbfinale die halbe Tennis-Welt düpiert, als er unter anderem Serben-Star Novak Djokovic ausschaltete.

Spielt der Körper mit, liebäugelt Haas sogar noch mal mit einer Rückkehr ins Davis-Cup-Team für das Relegationsspiel im September gegen Brasilien. "Der Davis Cup liegt mir sehr am Herzen. Ich würde gerne noch mal richtig angreifen." Zugleich betonte die deutsche Nummer eins aber, im hohen Sportleralter keine langfristigen Planungen mehr anzustellen.
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