01.09.2014 - 00:00 Uhr
Sport

Hammerwurf auf 79,58 m - Deutsches Trio siegt Weltrekord beim Istaf

Die Polin Anita Wlodarczyk schleuderte in Berlin den Hammer auf die Weltrekordweite von 79,58 m. Bild: dpa
von Agentur DPAProfil

Das war der Hammer! Europameisterin Anita Wlodarczyk hat Diskus-Ass Robert Harting in seinem "Wohnzimmer" die Schau gestohlen. Beim 73. Berliner Istaf schleuderte die Polin den Hammer am Sonntag 79,58 m weit und übertraf den über drei Jahre alten Weltrekord von Betty Heidler um 16 Zentimeter. Auf der Ehrenrunde mit der Nationalfahne wurde die 29-Jährige nach dem besten Hammerwurf-Wettkampf der Geschichte von den 45 322 Zuschauern im Olympiastadion stürmisch gefeiert.

Zuvor hatte Diskus-Ass Robert Harting das Dutzend voll gemacht und sich beim ältesten deutschen Leichtathletik-Meeting erneut als Chef im Ring präsentiert. 18 Tage nach seinem Triumph bei der EM in Zürich gewann der Olympiasieger sein Heimspiel souverän: Seine Fans bejubelten ihren Liebling nach seinem Siegwurf auf glänzende 68,21 m. Doch nur eine Stunde später kam der Hammer von Wlodarczyk mit dem dritten Weltrekord ihrer Karriere. Betty Heidler lag als Zweite schon 4,38 m hinter der grandiosen Hammer-Frau aus Polen.

"Ausgerechnet hier", stöhnte Harting, als Wlodarczyk für das Highlight im Olympiastadion sorgte. Der 16. Weltrekord in der über 90-jährigen Geschichte des Klassikers war ein Coup mit Ansage: Denn die Polin hatte sich vorher bei den Istaf-Machern schon mal nach der Weltrekordprämie erkundigt: Nun kann die Olympia-Zweite 20 000 Dollar zusätzlich einstreichen.

Für weitere Höhepunkte aus deutscher Sicht sorgten die beiden Kugelstoß-Europameister: Christina Schwanitz und David Storl trumpften zum Saisonende noch einmal auf und ließen sich nicht überraschen. Schwanitz setzte sich im letzten Versuch mit 19,53 Metern knapp vor der Russin Jewgenia Kolodko (19,43) durch. Storl gewann mit 21,41 Metern - genau mit seiner Zürich-Siegweite. "Das Knie tat weh, es ist mein dritter Wettkampf diese Woche", meinte der Sachse.

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