18.02.2018 - 22:14 Uhr
Deutschland & Welt

HSV-Fans verlieren die Geduld "Bevor die Uhr ausgeht, jagen wir euch durch die Stadt"

Hamburg. Die Hoffnung stirbt schon jetzt. Der Hamburger SV hat nach der 1:2-Heimpleite gegen Bayer Leverkusen und dem zehnten sieglosen Spiel in Serie kaum noch Argumente für den Verbleib im Fußball-Oberhaus. Die schlechteste Bilanz der Geschichte mit läppischen 17 Punkten nach 23 Spielen und ein Rückstand von sechs Zählern auf den Relegationsplatz - da werfen zahlreiche Fans ihren Optimismus über Bord. Was einst Zuneigung war, wird Wut. Eine Drohung per Spruchband lautete: "Bevor die Uhr ausgeht, jagen wir euch durch die Stadt". Chaoten von der Nordtribüne wollten sogar den Platz stürmen. Ordner konnten sie mit vereinten Kräften davon abhalten (Bild). "Da wurde eine Grenze überschritten. Das können wir nicht tolerieren", monierte Sportchef Jens Todt und fasste die Ergebnisse auf Rasen und Tribünen zusammen: "Das ist ein schwerer Tag für uns." "Uns helfen solche Plakate in keiner Art weiter", sagte Vorstandschef Heribert Bruchhagen am Sonntag auf der Mitgliederversammlung. Zugleich brachte er sein Entsetzen über die sportliche Situation zum Ausdruck. "Es hat eine Eigendynamik des Misserfolges eingesetzt, die ich nicht erwartet habe. Ich trage die Verantwortung", sagte der 69-Jährige. Wer Fan sei, der stehe bis zur letzten Aktion hinter dem HSV. Dazu gehöre auch das Worst-Case-Szenario. Bild: Christian Charisius/dpa

von Agentur DPAProfil
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