Im DFB-Pokal 4:1-Sieg bei Preußen Münster - Weltmeisterliche Hilfe
FC Bayern erfüllt seine Pflicht

Die Bayern-Spieler hatten beim 4:1-Pokalsieg bei Preußen Münster ihren Spaß. Hier feiert David Alaba (rechts) sein Tor zum 3:0-Zwischenstand und wird von Philipp Lahm, Xherdan Shaqiri und Jerome Boateng (von links) gratuliert. Bild: dpa

Mit fünf Weltmeistern hat Bayern München seine DFB-Pokal-Pflicht erfüllt. Vier Tage nach dem Martinez-Schock bei der Supercup-Niederlage gegen Borussia Dortmund machte der deutsche Rekordchampion am Sonntag mit dem 4:1 (2:0) beim Drittligisten Preußen Münster den ersten Schritt zur erfolgreichen Cup-Verteidigung.

"Ich gratuliere meiner Mannschaft für ihre seriöse Leistung", lobte Coach Pep Guardiola sein Team. "Wir sind zufrieden. Bis zum 1:0 war aber der Gegner besser", erkannte er. Tatsächlich kamen die Bayern anfangs nur schwer ins Spiel. Mit der Führung durch WM-Torheld Mario Götze (19.) per Kopf fanden die Bayern jedoch zu ihrer gewohnten Klasse. Thomas Müller (29.) sorgte mit seinem 100. Pflichtspiel-Tor für die Bayern noch vor der Pause für ein beruhigendes Ergebnis. David Alaba (52.) und Claudio Pizarro (73.) machten mit ihren Treffern nach dem Wechsel den standesgemäßen Erfolg gegen das Bundesliga-Gründungsmitglied perfekt.

Das 1:4 des Niederländers Rogier Krohne (89.) durch einen von Jerome Boateng verschuldeten Handelfmeter und der vergebene Foulstrafstoß durch Münchens Neuzugang Robert Lewandowski beinahe im Gegenzug störte niemanden mehr.

Kurz vor Spielbeginn hatte Javier Martinez vom Krankenbett aus seinen Teamkollegen via Twitter viel Glück für den Cup-Auftakt gewünscht. Zumindest in den Anfangsphase wurde der Spanier nach seinem Kreuzbandriss von den Bayern vermisst. Denn vor 16 797 Zuschauern im ausverkauften Preußenstadion spielten die Münsteraner mutig nach vorn und kamen sogar zu Chancen. Die beste Gelegenheit für den Drittliga-12. hatte Marcel Reichwein (12.). Sein Schuss ins kurze Eck forderte Nationaltorhüter Manuel Neuer zu einer starken Reaktion heraus.

Münchens Trainer Pep Guardiola, der nach dem langfristigen Martinez-Ausfall noch einen Defensivspezialisten sucht, setzte anders als beim 0:2 am Dienstag gegen Dortmund in Götze, Müller, Neuer, Boateng und Kapitän Philipp Lahm auf weltmeisterliche Stärke. Nur der verletzte WM-Titelträger Bastian Schweinsteiger musste wegen erneuter Patellasehnen-Problemen passen. Dafür feierte Abwehrspieler Holger Badstuber nach zwei Kreuzbandrissen und 20 Monaten Pause sein Pflichtspiel-Comeback. "Er hat gut gespielt. Wir haben seine Qualität und seine Persönlichkeit gesehen", meinte Guardiola.
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