27.08.2017 - 21:44 Uhr
Sport

Istaf in Berlin Deutsche Leichtathleten geben noch einmal alles

Weltmeister Johannes Vetter wirft auch zum Saisonende noch beständig große Weiten. Gesa Krause ist beim Istaf in Berlin so schnell wie nie zuvor. Von einem Weltstar sehen die 42 500 Besucher sogar einen inoffiziellen Weltrekord.

Gesa Krause (Mitte) auf ihrem Weg zu Platz zwei über die 3000-Meter-Hindernis. Dabei verbesserte sie beim Istaf den deutschen Rekord. Bild: Hendrik Schmidt/dpa
von Agentur DPAProfil

Berlin. Gesa Felicitas Krause rehabilitierte sich mit einem deutschen Rekord für ihr WM-Pech, Weltmeister Johannes Vetter unterstrich seinen Ruf als bester Speerwerfer des Jahres. Die deutschen Leichtathleten haben beim ältesten Meeting der Welt noch einmal alle Reserven mobilisiert. Für Siege beim 76. Istaf sorgten am Sonntag auch David Storl im Kugelstoßen und Konstanze Klosterhalfen, die beim spektakulären Saison-Ausklang in Berlin so schnell wie noch nie über 1500 Meter war. Insgesamt gelangen den Deutschen fünf Siege.

Ein weiterer Höhepunkt war am Sonntag im Olympiastadion bei sommerlichen Temperaturen die Show der dreimaligen 800-Meter-Weltmeisterin Caster Semenya. Die Südafrikanerin verbesserte auf der nicht-olympischen 600-Meter-Distanz in 1:21,77 Minuten die 20 Jahre alte Weltbestmarke der Kubanerin Ana Fidelia Quirot um 0,86 Sekunden. Für diesen inoffiziellen Weltrekordkassierte sie 10 000 Euro Preisgeld.

Angetrieben vom Publikum verbesserte WM-Pechvogel Gesa Felicitas Krause ihren deutschen Rekord über 3000 Meter Hindernis auf 9:11,85 Minuten. Das bedeutete Platz zwei hinter der Kenianerin Norah Jeruto Tanui, die in 9:03,72 Minuten so schnell war wie noch nie eine Läuferin in Berlin. Krause, die bei der WM in London durch eine Rempelei um ihre Medaillenchance kam, drückte ihre eigene Rekordmarke vom Mai dieses Jahres um fast vier Sekunden.

Auf der Ehrenrunde genoss Speerwurf-Weltmeister Johannes Vetter die Ovationen der 42 500 Besucher. "Es war eine tolle Saison mit einem tollen Abschluss. Ich bin komplett am Ende", stöhnte der Offenburger, nachdem er mit 89,85 Metern Olympiasieger Thomas Röhler aus Jena (86,07) erneut in Schach gehalten hatte.

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