05.09.2014 - 00:00 Uhr
Sport

Jahn fährt als unbequemer Sparringspartner nach Dresden Nach Energie-Leistung jetzt zu Dynamo

Und wieder trifft der Jahn auf einen Zweitligaabsteiger-Ost: Am Samstag, 14 Uhr, gastieren die Regensburger (17./8 Punkte) nach dem respektablen 1:1 gegen Energie Cottbus beim Tabellenzweiten Dynamo Dresden (2./13). Auch wenn der achtfache DDR-Meister mit einem Gesamtbudget von 10,4 Millionen Euro (Spieleretat 2,8 Millionen Euro) deutlich größere Brötchen backt als der SSV, die Bilanz ist ausgeglichen: Je drei Niederlagen, drei Siege und zwei Unentschieden lassen ein spannendes Duell erwarten.

Jahn-Coach Alex Schmidt erklärt Dresden zum Favoriten und hofft, dass seine Mannschaft den unbequemen Spielverderber gibt. Bilder: Herda/Archiv
von Jürgen Herda Kontakt Profil

Herr Schmidt, ich für meinen Teil finde, dass die 20 Minuten nach der Pause der bisher beste Fußball war, den der Jahn in dieser Saison gezeigt hat – können Sie sich dieser Sichtweise anschließen?

Schmidt: Die 20 Minuten gegen Cottbus waren stark, wir hatten aber auch in den anderen Spielen starke Phasen. Ziel ist es, über 90 Minuten Konstanz zu zeigen.
Die erste Halbzeit verlief etwa so wie in Stuttgart – kaum Torraumszenen, beide Mannschaften egalisierten sich weitgehend. Ist das Teil einer neuen Strategie, erst einmal auf Nummer sicher zu gehen?

Schmidt: Generell müssen wir kompakt stehen und wenig zulassen, so wie in der ersten Halbzeit gegen Cottbus. Natürlich wär‘s noch besser, wenn nach vorne etwas mehr geht. Wobei wir eine 100 prozentige Chance durch Güntner hatten.

Die Abwehr wirkt inzwischen Dank Ihrer Entdeckung Matthias Dürmeyer etwas stabiler. Gefährlich wurde es oft über die 11 links außen, die Seite von Fabian Trettenbach, der nach vorne immer gute Impulse setzt – aber dafür klaffen manchmal Lücken?

Schmidt: Nein, der Fanian Trettenbach ist schon sehr stark, aber die Nummer 11, Sven Michel, ist ein sehr schneller und beweglicher Spieler, mit der beste Mann bei Cottbus.

Wie haben Sie den Ausgleichstreffer gesehen: Es gab nach dem Spiel vereinzelt Diskussionen mit Torwart Loboué: Hätte er rauslaufen müssen?

Schmidt: Vom Torwart erwarte ich generell eine gute Strafraumbeherrschung und ein solides Aufbauspiel. Das muss sich verbessern bei uns.

Andi Güntner entwickelt sich noch zum Drittliga-Matthäus: Antritt zentral und Tor – vergangenes Jahr hat das zwar noch nicht so gut geklappt, aber er war auch ansonsten sehr präsent, oder?

Schmidt: Die Entwicklung von Güntner ist erfreulich. Er muss trotzdem von der Dynamik, dem Tempowechsel und der Aggressivität noch zulegen.

Am Samstag treffen Sie auf Dynamo Dresden. Der Tabellenzweite hat mal so im Vorbeigehen Schalke 04 im DFB-Pokal ausgeschaltet – ein aussichtsloses Unternehmen?

Schmidt: Klar wird Dynamo der Favorit sein. Wir wollen jedoch unbequem sein und ihnen einen offenen Kampf bieten.
Dynamo hat mit Mathias Fetsch vom FC Augsburg einen weiteren Offensivspieler verpflichtet – bereits der 17. Neuzugang. Sind die Stärken, gute Einzelspieler, vielleicht auch ein wenig die Schwäche, dass die neue Mannschaft erst ihren Rhythmus finden muss? Noch spielt Dresden ziemlich unberechenbar. Der Pokal-Sensation folgten zwei Niederlagen in Erfurt und gegen Kiel, zuletzt ein Auswärtssieg in Wiesbaden.

Schmidt: Dynamo hat eine gute Mannschaft, stimmgewaltige Fans und wird am Ende vorne mit dabei sein.

Wir wissen es, Sie werden dem Gegner Ihre Taktik nicht verraten – aber vielleicht können Sie uns sagen, ob Hoffnung auf Rückkehr von Kapitän Sebastian Nachreiner besteht, ob Romas Dressler inzwischen Dank der Schonung auf einem guten Weg ist?

Schmidt: Zu Aufstellung und Kader will ich im Vorfeld nichts sagen, von Dynamo habe ich ebenfalls keine Info.

Gino Windmüller hat gegen Cottbus unheimlich viel geackert – es fällt nur auf, dass er trotz seiner Größe beim Zuspiel von hinten selten ein Kopfballduell gewinnt. Liegt‘s an den Zuspielen oder gibt‘s da noch Übungsbedarf?

Schmidt: Gino Windmüller ist für uns ein wertvoller Spieler. Gegen Cottbus hat er Pech gehabt mit dem Kopfball an den Pfosten. Er arbeitet sehr viel fürs Team.
Wie sieht‘s mit den Alternativen aus: Benedikt Schmid, Daniel Franziskus oder auch Zlatko Muhovic im offensiven Mittelfeld?

Schmidt: Schmid, Muhovic und Franziskus sind alle drei fit und Offensivoptionen.

Am Samstag, 14 Uhr, wenn die SG Dynamo Dresden den SSV Jahn Regensburg zum Heimspiel empfängt, können die Jahn-Fans an den TV-Bildschirmen und im Web live dabei sein. Der MDR zeigt die Partie sowohl im Fernsehen als auch im Internet zusammen mit dem Spiel von Hansa Rostock gegen den Halleschen FC.

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