Kalt, kälter, Pyeongchang
Sogar Eiszapfen im Gesicht

Der deutsche Langläufer Lucas Bögl kam nach dem Skiathlon mit kleinen Eiszapfen an Kinn und Bart ins Ziel. Bild: dpa

Mit Kälte können Wintersportler meistens ganz gut umgehen, kritisch wird es bei zu viel Wind. Das olympische Skispringen in Pyeongchang zieht sich deswegen bis nach Mitternacht, die Abfahrer dürfen gar nicht erst starten.

Pyeongchang. Die Skispringer kämpften mit Schlafsäcken gegen die Kälte an, die Biathleten zitterten am Schießstand - und die Abfahrer durften wegen des starken Windes erst gar nicht starten (Seite 11).

Die Kälte sorge bei den Sportlern für zwei entscheidende Probleme, sagte der deutsche Mannschaftsarzt Bernd Wolfarth. "Erfrierungen, die immer auftreten können, und Probleme mit der Lunge. Diese beiden Probleme muss man für den Wettkampf berücksichtigen." Wichtig sei es vor allem, "freiliegende Körperteile, wie Hände oder Hautflächen im Gesicht, gut zu schützen". Auch die Stimmung leidet unter dem eiskalten Wind. Kaum 200 Fans hatten sich am Samstagabend zur ersten Siegerehrung auf der Medal Plaza eingefunden, als IOC-Präsident Thomas Bach die Langläuferin Charlotte Kalla aus Schweden mit der Goldmedaille auszeichnete. Für die Besucher des Parks neben dem Olympiastadion waren die Pavillions, in denen sie in virtuelle - wärmere - Welten eintauchen konnten, interessanter als die Siegerehrung gleich nebenan.

Für die tapferen Zuschauer im Phoenix Snowpark war das Pogramm am Sonntag wegen des Windes bereits nach dem Coup des erst 17 Jahre alten Slopestyle-Olympiasiegers Redmond Gerard aus den USA beendet. Mittermüller und die anderen Damen durften gar nicht mehr fahren.
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