04.07.2017 - 22:22 Uhr
Sport

Kerber und Zverev gewinnen zum Auftakt In der nächsten Runde

Es war keine spielerische Glanzleistung, aber ein insgesamt solider Erstrunden-Erfolg. Fünf Wochen nach dem frühen Scheitern in Paris zieht Angelique Kerber in Wimbledon in die zweite Runde ein. Auch die Zverev-Brüder kommen weiter.

Es war keine Top-Leistung, aber am Ende zog Angelique Kerber souverän in die zweite Runde von Wimbledon ein. Gegen die Amerikanerin Irina Falconi setzte sich die Nummer eins der Welt glatt in zwei Sätzen durch. Bild: dpa
von Agentur DPAProfil

London. Die deutschen Wimbledon-Hoffnungen Angelique Kerber und Alexander Zverev haben ihre Erstrunden-Aufgaben ohne Zittern gelöst. Der an Nummer zehn gesetzte Hamburger gewann auf den berühmten Rasenplätzen im Südwesten Londons am Dienstag gegen den Russen Jewgeni Donskoi 6:4, 7:6 (7:3), 6:3.

"Ich bin zufrieden und habe ganz okay gespielt für eine erste Runde. Aber hoffentlich kann ich noch ein paar Matches mehr gewinnen", sagte der 20-Jährige. Der aufstrebende Jungstar bekommt es nun mit dem Amerikaner Frances Tiafoe zu tun. Noch nie schaffte es Alexander Zverev bei einem der vier Grand-Slam-Turniere in die zweite Woche, noch nie schien die Chance auf sein erstes Major-Achtelfinale so groß wie in diesem Jahr in Wimbledon. "Es wird nicht einfacher, mit jedem Match werden die Gegner besser. Aber ich denke, die nächsten Runden kann ich gewinnen, ich fühle mich relativ wohl auf Rasen. Und dann werden wir schauen, wie weit ich komme", sagte der jüngere der beiden Zverev-Brüder.

Kerber setzte sich bei ihrem Wimbledon-Jubiläum und 37 Tage nach ihrem peinlichen Erstrunden-Aus bei den French Open gegen die amerikanische Qualifikantin Irina Falconi 6:4, 6:4 durch. Aus dem deutschen Aufgebot kamen auch Alexanders älterer Bruder Mischa Zverev sowie Tatjana Maria weiter. Mona Barthel, Annika Beck, Julia Görges, Jan-Lennard Struff und Daniel Brands scheiterten dagegen am Dienstag in der ersten Runde.

"Ich bin froh, dass ich es so gemeistert habe. Erleichtert ist vielleicht das falsche Wort, Erleichterung habe ich letzte Woche in Eastbourne verspürt. Ich bin zufrieden", sagte Kerber. Nach 87 Minuten auf dem Center Court nutzte die 29-Jährige ihren ersten Matchball. Im Kampf um den Einzug in die dritte Runde trifft die Weltranglisten-Erste bei ihrem zehnten Wimbledon-Start auf die frühere Halbfinalistin Kirsten Flipkens aus Belgien. "Ich bin bereit, egal, wer da auf der anderen Seite kommt", sagte Kerber.

Im direkten Vergleich mit der 31-Jährigen führt Kerber 2:0. Doch mit ihrem eher altmodischen und unorthodoxen Spielstil wird Flipkens ein schwererer Prüfstein als die Nummer 247 der Tennis-Welt.

"Ich schaue nicht mehr zurück", sagte Kerber in der Pressekonferenz und räumte später eine gewisse Nervosität und "so ein Kribbeln in meinem Bauch" ein. Vor einem Jahr stand sie im Wimbledon-Endspiel gegen die derzeit schwanger pausierende Serena Williams.

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