03.09.2017 - 23:28 Uhr
Sport

Knappe Finalpleite gegen Russland Volleyballer Vize-Europameister

Sie liefern dem Favoriten aus Russland einen großen Kampf. Doch am späten Sonntagabend ziehen die deutschen Volleyballer im EM-Finale nach einem Fünfsatz-Krimi den Kürzeren.

Russlands Maxim Zigalow (rechts) versuchte vergeblich, seinen Schmetterball gegen den deutschen Block mit Denis Kaliberda (links) und Michael Andrei durchzubekommen. Bild: Jacek Bednarczyk/dpa
von Agentur DPAProfil

Krakau. Das war goldwürdig! Die historische Traumreise der unglaublichen deutschen Volleyballer bei der EM in Polen ist erst im Endspiel gegen Russlands Riesen zu Ende gegangen. Trotz einer grandiosen Leistung verpasste die Mannschaft um den überragenden Diagonalangreifer Georg Grozer in einem wahren Thriller die Krönung in Krakau mit dem ersten Titel.

Drei Jahre nach dem Gewinn von WM-Bronze in Polen forderten die Schmetterkünstler von Nationaltrainer Andrea Giani dem Topfavoriten alles ab und durften sich nach dem atemberaubenden 2:3 (19:25, 25:20, 22:25, 25:17, 13:15) in einem echten Herzschlag-Finale mit der hochverdienten Silbermedaille trösten. Bronze sicherte sich in einem weiteren Krimi Serbien durch ein 3:2 (25:17, 22:25, 19:25, 25:22, 15:12) gegen Belgien um den früheren deutschen Nationaltrainer Vital Heynen.

Erst vierte Medaille

Mit Silber betrieben Deutschlands Volleyballer Eigenwerbung der Extraklasse. Es ist erst die vierte Medaille für die Männer nach WM-Gold der DDR 1970, Olympia-Silber der DDR 1972 und WM-Bronze 2014. "Es ist nur ein Spiel, es ist das Finale.

Die Emotionen werden da sein, der Aufschlag und die Block-Abwehr werden für uns sehr wichtig sein", hatte Giani gesagt, der vor zwei Jahren Slowenien sensationell zu EM-Silber geführt hatte. "Ich habe ein gutes Gefühl." Die Russen waren aber ein anderes Kaliber als die Kontrahenten zuvor. Im Turnierverlauf hatte der Weltranglisten-Vierte zuvor keinen Satz abgegeben. Der Respekt vor dem russischen Block war den Deutschen auch anzumerken. Gianis Mannschaft suchte ihren Rhythmus gegen diese so dynamisch spielenden Athleten - und fand ihn auch. Die Annahme wurde sicherer, der Rivale leistete sich im Angriff Fehler. Schon im furiosen Halbfinale gegen Serbien hatten die Deutschen nach einem 0:2-Satzrückstand riesige Nervenstärke bewiesen und sich beharrlich ins Match zurückgekämpft.

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