Kölner Haie beißen sich ins DEL-Finale zurück
Nuancen entscheiden

Die Kölner Haie haben wieder Grund zum Jubeln. Mit 3:1 gewannen die Rheinländer das zweite Finalspiel bei den Eisbären Berlin und glichen in der Best-of-five-Serie zum 1:1 aus. Bild: dpa

Nach der Schlusssirene flogen dann doch noch die Fäuste. Die Berliner und Kölner Spieler ließen unter dem Gejohle und Gepfeife der Zuschauer in der brechend vollen Arena am Ostbahnhof ihren aufgestauten Emotionen freien Lauf.

Wie schon zuvor im Spiel waren die Kräfteverhältnisse auch im anschließenden Handgemenge gleichmäßig verteilt. Generell lässt sich nach den ersten beiden Finalspielen um die deutsche Eishockey-Meisterschaft konstatieren: Eisbären wie Haie agieren auf annähernd gleichem Niveau.

"Die Teams geben sich nicht viel. Es geht nur um ein paar Prozent", stellte Kölns Trainer Uwe Krupp nach dem 3:1-Sieg seines Teams beim Titelverteidiger am späten Dienstagabend fest. Da die Berliner das erste Match 4:2 in Köln gewonnen hatten, steht es in der Best-of-Five-Serie 1:1. Nutzte der DEL-Rekordmeister aus Berlin in der Domstadt noch die Nervosität und Fehleranfälligkeit der Haie zum Auftaktsieg, hinterließen diese im zweiten Duell den souveräneren Eindruck. Vor allem in der Paradedisziplin der Eisbären spielten die Kölner cleverer und konsequenter. "Das Powerplay war ein wichtiger Faktor in einer ansonsten ausgeglichenen Partie", analysierte Krupp.

Auch Berlins Kapitän André Rankel sah im Überzahlspiel den entscheidenden Unterschied: "Die haben zwei Überzahltore geschossen, wir nur eins." Für die Kölner Führung nach nur 61 Sekunden bugsierte der frühere NHL-Star Marco Sturm frech den Puck im "Zusammenspiel" mit Rob Zepps Goalie-Schlittschuh über die Linie. Den schnellen Ausgleich beantworteten die Rheinländer mit zwei weiteren Toren. Sturm, der schon fünfmal in den laufenden Playoffs getroffen hat, geht trotz des zurückeroberten Heimrechts nach wie vor "von einer engen Serie aus", die am Freitag (20.30 Uhr) in Köln fortgesetzt wird.
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