04.03.2018 - 22:20 Uhr
Deutschland & Welt

Kombinierer siegt im Einzel vor Vinzenz Geiger Rydzek vom Olympiasieg beflügelt

Lahti. Zwei Olympiasiege haben Johannes Rydzek am Ort seiner vier WM-Titel wieder Flügel verliehen. Am Sonntag stürmte der Oberstdorfer beim ersten Einzel-Weltcup der Nordischen Kombination nach den Olympischen Winterspielen im finnischen Lahti in unnachahmlicher Weise zum Sieg. Seinen Allgäuer Teamkollegen Vinzenz Geiger zog er gleich mit. Die Plätze eins und zwei entschädigten für die schwächeren Ergebnisse im Team-Sprint, wo Rydzek/Fabian Rießle und Geiger/Eric Frenzel mit den Plätzen fünf und sechs vorlieb nehmen mussten. Der Sieg ging völlig überraschend an die österreichischen Oldies Wilhelm Denifl und Bernhard Gruber. "Ich denke, dass Ritschie alles richtig gemacht hat und dafür belohnt worden ist", lobte Bundestrainer Hermann Weinbuch den Rekordweltmeister. Er war bereits stark auf der Schanze gewesen und hatte sich durchaus Chancen ausgerechnet. "Das war ein cooler Sprung, mit dem ich superhappy bin. Wenn wir uns als Gruppe finden, können wir ganz vorn ankommen", hatte Rydzek gesagt. Aber außer ihm wollte niemand den führenden Japaner Akito Watabe jagen. Also musste der Weltmeister Verantwortung übernehmen. "Johannes hat wieder in die Spur gefunden. Bei Olympia hat er Goldmedaillen gewonnen, das hat ihn beflügelt. So tritt er momentan auf, von daher hat es, glaube ich, mehr mit seiner persönlichen Performance zu tun, weniger mit dem Ort Lahti", sagte Weinbuch. Beim dreimaligen Olympiasieger Frenzel lief es in Lahti auf der Schanze erneut unrund - nur Platz 15 in Einzel. Doch mit Oslo und Trondheim warten nun zwei Weltcup-Orte auf den Flossenbürger, in denen er schon große Erfolge feierte.

von Agentur DPAProfil

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