11.08.2014 - 00:00 Uhr
Sport

Leichtathleten peilen ab Dienstag bei EM in Zürich beste Ausbeute seit 2002 an Glänzende Aussichten

Die Medaillenperspektive ist für die deutschen Leichtathleten seit zwölf Jahren nicht mehr so glänzend gewesen wie vor den Europameisterschaften in Zürich (12. bis 17. August). Das Fachmagazin "Leichtathletik" hält 20 Edelplaketten für machbar und selbst ein nüchterner Analytiker wie Thomas Kurschilgen will sich diesem großen Optimismus nicht verwehren.

Weltmeister David Storl will am Dienstag, 12. August, im ersten Wettbewerb der Europameisterschaften, dem Kugelstoßen, gleich einen raushaun. Die Titelkämpfe werden in Zürich ausgetragen. Bild: dpa
von Agentur DPAProfil

"Es freut mich, wenn es solche Spekulationen und Medaillenerwartungen gibt", sagte der Sportdirektor des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV). "Das heißt, viele glauben, wir bringen eine erfolgreiche Mannschaft an den Start."

Die Vorleistungen der 92 in der Schweiz antretenden DLV-Asse nähren die Hoffnungen auf die beste EM-Ausbeute seit 2002 in München. Dabei beträgt der Altersdurchschnitt des deutschen Teams nur 25,2 Jahre - das jüngste Aufgebot seit 1990. Vor zwölf Jahren gewannen die Gastgeber 19 (2 Gold/9 Silber/8 Bronze) Medaillen. Bei der EM 2012 in Helsinki waren es drei Edelplaketten weniger, aber sechs aus Gold.

"Wir sind tendenziell stärker als vor zwei Jahren aufgestellt und ich hoffe, dass wir mindestens so gut wie in Helsinki abschneiden", sagte DLV-Präsident Clemens Prokop, fügte aber relativierend hinzu: "Allerdings muss man berücksichtigen, dass die Konkurrenz in Zürich stärker sein wird, weil es reguläre Europameisterschaften sind und nicht welche in einem Olympia-Jahr."

Gleich zum Auftakt am Dienstag will Weltmeister und Titelverteidiger David Storl im Kugelstoßring in der ersten von 47 Entscheidungen Gold holen. Die Motivation des 24 Jahre alten Chemnitzer dafür ist nicht allein die Aussicht auf einen weiteren Titel, sondern erstmals die 22-Meter-Marke zu übertreffen. "Ich hoffe, dass es etwas mehr Antrieb für die EM gibt. Meine Bestleistung habe ich bei Saisonhöhepunkten immer noch mal gesteigert", sagte Storl.

Einen EM-Coup könnten die deutschen Zehnkämpfer landen - auch ohne Titelverteidiger Pascal Behrenbruch und den WM-Zweiten Michael Schrader. Das Trio Kai Kazmirek, Rico Freimuth und Arthur Abele wird hoch gehandelt. Titel verteidigen! Nichts anderes zählt auch für Diskus-Riese Robert Harting.

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