02.03.2018 - 22:04 Uhr
Deutschland & Welt

Leichtathletik Pinot scheitert im Halbfinale

Birmingham. Zwei Wochen nach ihrem Coup von Dortmund hat Deutschlands Sprint-Ass Tatjana Pinto eine große Enttäuschung erlebt. Neun Hundertstelsekunden fehlten der deutschen Meisterin bei der Hallen-WM der Leichtathleten in Birmingham zum erhofften Einzug in den Endlauf. 7,18 Sekunden reichten der 25-Jährigen aus Paderborn im 60-Meter-Halbfinale am Freitagabend nicht, um sich zumindest über die Zeit noch für den Kampf um die Medaillen zu qualifizieren.

Remona Burchell (links) aus Jamaika läuft vor Tatjana Pinto aus Deutschland in Ziel. Pinto verpasste über die 60 Meter das Finale. Bild: Sven Hoppe/dpa
von Agentur DPAProfil

"Ich wollte ins Finale und bin nun schon ein bisschen enttäuscht", sagte Pinto, die zwar einen guten Start erwischte, in ihrem Vorlauf aber dann nur Vierte wurde. "Hinten raus habe ich einen Fehler gemacht", gab sie zu, "und konnte dann keinen Druck mehr machen." Schnellste Frau aus den drei Halbfinals war Murielle Ahouré von der Elfenbeinküste in 7,01 Sekunden. Titelverteidigerin Barbara Pierre aus den USA ist nicht am Start. Yasmin Kwadwo hatte den Sprung in das Semifinale nicht geschafft. In 7,68 Sekunden blieb die Leverkusenerin im Vorlauf deutlich über ihrer persönlichen Bestzeit und unter ihren Möglichkeiten.

Dabei hatte Pinto vor Kurzem noch aufgetrumpft und Hoffnungen auf WM-Edelmetall gemacht: Auf den Spuren von Ex-Weltmeisterin Katrin Krabbe setzte sie bei den nationalen Hallenmeisterschaften in Dortmund das Glanzlicht. In der Weltklassezeit von 7,06 Sekunden blieb Studentin der Sozialen Arbeit nur 2/100 Sekunden über dem DLV-Hallenrekord, den die DDR-Sprinterinnen Marita Koch (seit 1985) und Silke Möller (1988) gemeinsam halten. Sie stellte zudem den 27 Jahre alten Meisterschaftsrekord von Krabbe ein.

Hürdensprinterin Cindy Roleder steht unterdessen im WM-Halbfinale. Die Europameisterin aus Halle/Saale kam mit der siebtbesten Vorlaufzeit von 7,97 Sekunden eine Runde weiter. Die Mannheimerin Ricarda Lobe schied in 8,33 Sekunden aus. Als Vorlaufschnellste über 60 Meter Hürden stürmte die US-Amerikanerin Kendra Harrison in goldverdächtigen 7,77 Sekunden in das Semifinale am Samstagabend.

Zum Auftakt der Titelkämpfe in der Arena Birmingham hatte Hochspringer Mateusz Przybylko die erste Medaille für das 22-köpfige DLV-Team gewonnen: Der Leverkusener wurde mit 2,29 Metern Dritter.

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