Leichtathletik
Russen bleiben gesperrt

Birmingham. Die russischen Leichtathleten bleiben weiterhin bis auf wenige Ausnahmen von internationalen Wettkämpfen ausgeschlossen. Dies hat das Council des Leichtathletik-Weltverbandes auf seiner Sitzung am Dienstag in Birmingham einstimmig beschlossen. Das Land habe nicht genügend Fortschritte gemacht, um die Anforderungen der Internationalen Anti-Doping-Agentur Wada zu erfüllen.

Wenn dies weiter nicht geschehe, dann müsse man bei der nächsten Council-Sitzung im Juli "über weitere Maßnahmen diskutieren", sagte Rune Andersen, Vorsitzender der IAAF-Russland-Task Force. Im Gespräch ist sogar ein Bann für alle russischen Athleten. IAAF-Präsident Sebastian Coe sprach von einer "ultimativen Strafe, dem Ausschluss".

"Wir wollen diese Athleten zurück haben. Aber die Welt muss wissen, dass die Sportler in einem System von festen Überzeugungen und Vertrauen agieren", sagte der englische IAAF-Präsident Coe. Andersen hatte bereits bei der vorangegangenen gleichen Entscheidung im Dezember erklärt: "Noch haben sie kein Anti-Doping-System, dem wir vertrauen können." Im August finden in Berlin die Europameisterschaften statt - möglicherweise ohne die Teilnehmer der einst führenden Leichtathletik-Nation des Kontinents. Wegen des Doping-Skandals sind die russischen Leichtathleten seit November 2015 von den Wettbewerben ausgeschlossen. Im Januar hatten 18 russische Leichtathleten die Genehmigung erhalten, als neutrale Athleten in diesem Jahr an internationalen Wettkämpfen teilzunehmen.
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