Leichtathletik
Skepsis überwiegt

DLV-Präsident Clemens Prokop sieht das Startrecht für russische Leichtathleten unter neutraler Flagge skeptisch. Bild: dpa

Monte Carlo/Düsseldorf. DLV-Präsident Clemens Prokop hat reserviert auf die Ankündigung des Weltverbandes IAAF reagiert, nicht ins Staatsdoping verwickelte russische Leichtathleten unter neutraler Flagge starten zu lassen.

"Ich bin grundsätzlich skeptisch, weil nach dem zweiten Report von Richard McLaren das Doping in Russland systematisch und institutionell vollzogen wurde", sagte der Chef des deutschen Verbandes am Mittwoch. "Deshalb kann ich mir nicht vorstellen, dass sich ein Athlet diesem System entziehen konnte."

Die IAAF hatte den russischen Verband wegen des umfassenden Dopings in der Leichtathletik suspendiert und von den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro ausgeschlossen. Nachdem die IAAF die Tür mit den ergänzenden Richtlinien für Sportler aus Russland geöffnet hat, könnten 50 bis 60 Athleten aus dem Land bei der Hallen-EM im März in Belgrad und bei der Freiluft-WM im August in London mit neutralem Status antreten.

Voraussetzung für den Start unter neutraler Flagge sei, dass die Sportler weder von Trainern noch Ärzten betreut wurden, denen Verstöße gegen Doping-Regeln vorgeworfen werden. Außerdem muss eine ausreichende Zahl von Urin- und Blutproben nachgewiesen werden.
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