Motorrad-WM: Jüngster Gewinner eines MotoGP-Rennens - Bradl in Texas Fünfter
Marquez schreibt Geschichte

Der Spanier Marc Marquez ist der neue Star im MotoGP und gleichzeitig jüngster Gewinner eines Grand-Prix-Rennens. Bild: dpa
Superstar Valentino Rossi verneigte sich noch auf dem Motorrad, Stefan Bradl gab etwas verbissen seine Glückwünsche ab: Marc Marquez aus Spanien hat am Sonntag Geschichte geschrieben. Beim Motorrad-Weltmeisterschaftslauf im Wilden Westen in Austin/Texas kam der Moto2-Weltmeister in der Königsklasse MotoGP zum Sieg und ist damit jüngster Gewinner eines MotoGP-Rennens. Mit 20 Jahren und 63 Tagen löste er Freddie Spencer ab, dem dieses Kunststück im Alter von 20 Jahren und 196 Tagen im Jahr 1982 gelang.

Für Bradl war Austin ein Neuanfang. Nach seinem Sturz in Katar fuhr der Zahlinger diesmal mit Köpfchen, riskierte nicht mehr als unbedingt nötig war und holte als Fünfter seine ersten Punkte. "Einen weiteren Ausfall gleich zu Beginn durfte ich mir nicht leisten. Ich habe zwar Vollgas gegeben, aber war nicht so übereifrig wie in Katar", meinte der Deutsche, der einen fantastischen Start hingelegt hatte und zeitweise als Zweiter des Feldes unterwegs war. Dass ausgerechnet sein Erzrivale aus Moto2-Zeiten als Neuling gleich siegte, schmeckte Bradl indes nicht wirklich.
Gute Miene zum bösen Spiel machte Jonas Folger in der Moto3-Klasse. Der Bayer war wie vor zwei Wochen chancenlos. Sein Titeltraum könnte deshalb schon zum Saisonstart zum Alptraum werden. Zwar ist sein vierter Platz kein Misserfolg, doch der Rückstand auf die Konkurrenten Alex Rins, Maverick Vinales und Luis Salom, die für einen spanischen Dreifacherfolg in der Moto3-Klasse sorgten, war beängstigend groß.

Licht und Schatten gab es für die beiden Deutschen in der Moto2-Kategorie. Während Marcel Schrötter sich über Rang zwölf freute, zahlte Moto3-Weltmeister Sandro Cortese viel Lehrgeld. Dem Bergheimer unterlief ein spektakulärer Frühstart, der eine Boxengassen-Durchfahrt als Strafe zur Folge hatte. Cortese wurde deshalb nur Letzter. "Ich habe mich zu sehr auf mich konzentriert und habe einen groben Fehler gemacht. Mehr gibt es zu diesem Rennen nicht zu sagen", meinte der Italo-Schwabe.

Die anderen deutschen Starter kamen nicht in die Punkte. Philipp Öttl aus Ainring wurde 18., Toni Finsterbusch (Krostitz) und Florian Alt (Nümbrecht) stürzten, blieben aber unverletzt.
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