27.08.2014 - 00:00 Uhr
Sport

Münchner reagieren auf Personalprobleme und verpflichten den marrokanischen Verteidiger Mehdi Benatia zum FC Bayern

Der FC Bayern München hat auf seine Personalprobleme reagiert und die Verpflichtung von Verteidiger Mehdi Benatia perfekt gemacht. Der Double-Gewinner einigte sich am Dienstag mit dem italienischen Erstligisten AS Rom über einen Wechsel des 27-jährigen Marokkaners.

Der FC Bayern München machte am Dienstag die Verpflichtung von Mehdi Benatia perfekt. Der Verteidiger kommt vom italienischen Erstligisten AS Rom. Bild: dpa
von Agentur DPAProfil

Demnach wird Benatia in den nächsten Tagen zur sportmedizinischen Untersuchung nach München reisen und anschließend einen Fünfjahresvertrag unterzeichnen. Über die Höhe der Ablösesumme vereinbarten beide Clubs Stillschweigen. In den italienischen Medien war von 26 Millionen Euro plus 4 Millionen Euro an Boni berichtet worden.

"Ich sag super! Schön für den FC Bayern, wenn ein guter Spieler kommt", sagte Weltmeister Jerome Boateng. "Ich kenne ihn nicht so gut, ich hoffe, dass er uns verstärkt und viel Qualität mit reinbringt."

Über einen Transfer des 27-Jährigen war in den vergangenen Tagen bereits intensiv spekuliert worden. Nach dem Kreuzbandriss von Javi Martinez, den Trainer Pep Guardiola eigentlich als zentralen Mann in der Defensive eingeplant hatte, hatten sich die Münchner in den letzten Tagen der Transferperiode noch einmal intensiv umgesehen.

Die Wahl fiel nun auf Benatia. Er entwickelte sich in seinem ersten Jahr in der Hauptstadt zu einem der besten Abwehrspieler in Italien, wurde mit der Roma hinter Juventus Turin Vizemeister der Serie A. In 33 Liga-Partien gelangen ihm fünf Tore. Am Dienstag trainierte der Marokkaner bereits nicht mehr regulär mit der Mannschaft von Coach Rudi Garcia, in der der Grieche Kostas Manolas als Nachfolger für Benatia vorgesehen ist. Laut "Gazzetta dello Sport" sollen Roma-Sportdirektor Walter Sabatini und Vertreter des FC Bayern am Montagabend intensiv über Benatia verhandelt haben.

Die insgesamt kolportierten 30 Millionen Euro wären die dritthöchste Ablösesumme, die die Bayern je für einen Spieler aufrufen. Mehr bezahlten die Münchner nur für Martinez (40 Millionen) und Mario Götze (37 Millionen) - Mario Gomez kostete einst ebenfalls 30 Millionen. Der Betrag entspricht der Summe, die Real Madrid nach der WM für Spielmacher Toni Kroos an Bayern überwiesen haben soll.

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