Nach einem optimalen Start muss Leipzig bis zum Schluss um den Einzug ins Viertelfinale bangen
Europareise von RB geht weiter

Der Leipziger Bruma (links) vergibt hier ein dicke Chance, denn der Torwart von St. Petersburg, Andrey Lunev, ist auf dem Posten. Bild: Hendrik Schmidt/dpa

St. Petersburg. Leipzig machte es spannend, aber die beeindruckende Europapokal-Reise von RB geht unaufhaltsam weiter. Ein früher Genie-Streich von Vorbereiter Timo Werner und der Treffer vom neuen Tor-Garanten Jean-Kévin Augustin haben dem deutschen Fußball-Vizemeister den erstmaligen Einzug in das Viertelfinale der Europa-League beschert.

Trainer stolz und froh

Der Mannschaft von Trainer Ralph Hasenhüttl, die in Topbesetzung auflief, reichte am Donnerstag beim FC Zenit St. Petersburg ein 1:1 (1:1), nachdem die Sachsen das Hinspiel in der Red Bull Arena eine Woche zuvor mit 2:1 gewonnen hatten. "Wir sind natürlich sehr stolz und sehr froh, dass wir es geschafft haben weiterzukommen. Wir wissen aber, dass wir es viel früher hätten entscheiden können", sagte Hasenhüttl. "Bei uns gibt es Spannung immer inklusive, manchmal mehr als erträglich." Vor 44 092 Zuschauern waren die Leipziger durch Augustins Tor in der 22. Minute in Führung gegangen.Die Clubangaben zufolge 33 mitgereisten Leipzig-Fans sahen also, dass der Plan von RB-Coach Ralph Hasenhüttl, möglichst früh ein Tor zu erzielen, aufging. Der Ausgleich in der Nachspielzeit der ersten Hälfte durch Sebastian Driussi (45.+1) machte die zweite Halbzeit aber zu einer Zitterpartie. "Nach dem sehr guten Beginn haben wir leider Gottes aufgehört, Fußball zu spielen und den Gegner stark gemacht", sagte Hasenhüttl.

Elfmeter verschossen

Werner verschoss in der Schlussphase einen Elfmeter und vergab damit die größte Chance zur Entscheidung (82.). Weniger als 72 Stunden vor dem Meisterschaftskracher in Leipzig gegen den FC Bayern bestand die junge RB-Mannschaft jedoch nach aufopferungsvollem Kampf und auch ein wenig Glück den Stresstest im WM-Stadion der russischen Ostsee-Metropole. Im Viertelfinalhinspiel wird Leipzig möglicherweise wieder auf die junge Innenverteidigung aus Konaté und Upamecano setzen, denn Orban ist dann gelbgesperrt. Die Begegnungen der Runde der letzten acht Teams werden am Freitag ausgelost.
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