16.04.2018 - 22:18 Uhr
Deutschland & Welt

Nach Titelgewinn: Paris St.-Germain in Trainer-Frage weiter zurückhaltend "Tuchel? Kenne ihn nicht"

Paris. Nach dem Gewinn des siebten französischen Meistertitels stand bei Paris Saint-Germain im Prinzenparkstadion sofort einer im Mittelpunkt, der überhaupt nichts zum Triumph beigetragen hatte: Thomas Tuchel. Wird die Verpflichtung des deutschen Fußball-Trainers nun offiziell bestätigt?, wollten Reporter nach dem 7:1-Kantersieg gegen Titelverteidiger und Verfolger AS Monaco vom Club-Boss in erster Linie wissen. Nasser al-Khelaifi ließ sich aber nichts entreißen: "Wir haben einen Trainer, der einen Vertrag bis Saisonende hat, und das ist Unai Emery", sagte er nur. Zurückhaltung übten auch die ebenfalls nach dem Match befragten PSG-Profis. "Tuchel? Ich kenne ihn überhaupt nicht. Aber ich habe gelesen, dass er ein guter Trainer sein soll", sagte Marco Verratti. Nur ein Versteckspiel, um Noch-Coach Emery zu respektieren?

Julian Draxler (links) und Paris St.-Germain machten gegen Monaco vorzeitig den französischen Meistertitel klar. Bild: Michel Euler/dpa
von Agentur DPAProfil

Nicht nur französische Medien sind jedenfalls davon überzeugt, dass die Verpflichtung des früheren Mainz- und BVB-Trainers bereits perfekt ist. Dabei hatte PSG mit Weltmeister Julian Draxler in seltener Stammspieler-Rolle und dafür ohne die verletzten Stürmerstars Neymar und Kylian Mbappé eine der besten Vorstellungen der Saison geliefert. Während Neymar in Brasilien Poker spielte, trafen Giovani Lo Celso (14./28.), Edinson Cavani (17.), Ángel Di María (20./59.), Radamel Falcao ins eigene Tor (77.) und Draxler (87.) für die Hausherren. Rony Lopes (38.) gelang das Tor der Fürstentum-Kicker.

Die Hauptstädter bauten ihren Vorsprung an der Spitze auf nunmehr 17 Punkte aus und sind bei noch fünf ausstehenden Spielen nicht mehr einzuholen. Monaco hatte vorige Saison die Serie von vier Meistertiteln des seit 2011 von katarischen Ölscheichs angeführten Vereins überraschend gestoppt. Auch wenn er die Trainerfrage nicht beantworten wollte, blickte al-Khelaifi bereits in die Zukunft: "Die Champions-League bleibt unser großes Ziel, dafür werden wir hart arbeiten."

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