Noch vier Spieltage, dann sind die neun direkten Plätze für Russland vergeben
Große Nationen müssen bangen

Arjen Robben ist mit dem Verlauf der WM-Quali nicht zufrieden. Denn Oranje droht auf Tabellenplatz drei sogar ein direktes Aus. Bild: Vadim Ghirda/ dpa

Berlin. Frankreichs Didier Deschamps, Italiens Giampiero Ventura und Portugals Fernando Santos dürften neidisch auf Joachim Löw blicken. Während das WM-Ticket bei Titelverteidiger Deutschland nach sechs Siegen aus sechs Qualifikationsspielen nur noch eine Frage der Zeit sein dürfte, droht mehreren großen Fußball-Nationen in Europa der ultimative Stresstest: die K.-o.-Playoffs im November.

Weil Spanien und Italien sich ebenso in einer Gruppe duellieren wie Frankreich und die Niederlande, steht bereits fest, dass frühere Titelträger den Umweg nehmen müssen. Die Frage nun: Wen trifft es? Auf jeden Fall einen der beiden unmittelbaren Weltmeister-Vorgänger Deutschlands. Der Titelträger von 2010, Spanien, hat im Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem punktgleichen Vorgänger Italien die besseren Karten. Das wegweisende direkte Duell dürfen die Spanier am Samstag vor eigenem Publikum austragen.

Ähnlich wie die DFB-Elf auf einem souveränen Weg in Richtung Russland 2018 bewegt sich Belgien, das mit zwei Siegen gegen Gibraltar und Griechenland mit dem deutschen Trainer Michael Skibbe schon das Ticket lösen kann.

Auch England, das nach dem Rücktritt von Wayne Rooney eine neue Ära einleitet, und Polen mit Bayern-Stürmer Robert Lewandowski steuern auf eine souveräne WM-Qualifikation zu und müssen ihre Spitzenposition nur noch verteidigen. Davon können die deutschen Trainer Christoph Daum (Rumänien) und Bernd Storck (Ungarn) nur träumen. Nach teilweise blamablen Pleiten ist die Qualifikation für beide in weite Ferne gerückt. Wie Spanien und Italien duellieren sich auch Frankreich und die Niederlande um ein WM-Ticket. Weil auch Schweden aussichtsreich mitmischt, droht Oranje auf Tabellenplatz drei sogar ein direktes Aus ohne Chance auf den Umweg über die Playoffs. Bayerns Arjen Robben fordert für die Partie am Donnerstag gegen Frankreich einen mutigen Auftritt: "Wir müssen mit Selbstbewusstsein nach Paris fahren", sagte der zuletzt angeschlagene Robben.

Schon über ein Playoff-Ticket froh wären derweil EM-Halbfinalist Wales und Österreich. Die beiden EM-Teilnehmer aus dem Vorjahr spielen im direkten Duell am Samstag wohl um ihre letzte Chance: Beide liegen vier Punkte hinter Irland und Serbien zurück, die die Gruppe D anführen.
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