17.09.2017 - 16:26 Uhr
Sport

Nürnberg zerlegt Duisburg 6:1-Kantersieg bei Erras-Comeback

Eine "brutale Chancenverwertung" beschert Nürnberg einen Rekordsieg und die Rückkehr in die vordere Gruppe der 2. Liga. Zu Feiern gab es einiges in Duisburg - das ersehnte Comeback eines Langzeitverletzten.

Endlich wieder auf dem Platz: Der Raigeringer Patrick Erras (links) bejubelte bei seinem Startelf-Comeback mit Doppeltorschütze Eduard Löwen den 6:1-Auswärtssieg in Duisburg. Bild: Roland Weihrauch/dpa
von Agentur DPAProfil

Duisburg. Der höchste Auswärtssieg überhaupt, der erste Dreierpack von Stürmer Mikael Ishak und die Rückkehr ins obere Tabellendrittel: Das furiose 6:1 (2:0) des 1. FC Nürnberg beim MSV Duisburg bot gleich mehrfach Grund zum Feiern beim Club. Trotz eines nahezu perfekten Nachmittags bemühten sich die Franken aber, vor der Englischen Woche in der 2. Bundesliga nicht zu überdrehen.

"Wie letzte Woche nicht alles schlecht war, ist diese Woche nicht alles gut", sagte Kapitän Hanno Behrens mit Verweis auf das kuriose 0:1 zuvor gegen St. Pauli und nun den Sieg in Duisburg. Ein ganz normaler Erfolg war der Dreier vor 17 788 Zuschauer aber nicht: Erstens stellte das Team von Trainer Michael Köllner einen Vereinsrekord auf - dpa nie zuvor hatte der FCN auswärts höher gewonnen. Die vorherige Bestmarke war ein 7:3 in Mainz in der Saison 1975/76.

Zweitens trumpfte Ishak erstmals seit seiner Ankunft im Januar groß auf. "Ich bin sehr froh, dass ich getroffen habe. Ich habe lange darauf gewartet, das war sehr wichtig für mich. Ich kann mich nicht mehr dran erinnern, wann ich das letzte Mal drei Tore in einem Ligaspiel gemacht habe", sagte der 24 Jahre alte Schwede. Kein Wunder, denn die Statistik sagt: Das gelang ihm zuvor nie.

Und drittens ist Nürnberg nach drei sieglosen Partien wieder im Rennen um die vorderen Plätze. "Jetzt haben wir Selbstvertrauen getankt und können so zuversichtlich in die nächsten Spiele gehen", meinte Abwehrspieler Eduard Löwen, dem ein feiner Doppelpack gelungen war und der neben Dreifach-Torschütze Ishak Mann des Spiels war. Nach dem Ehrentreffer durch Moritz Stoppelkamp per Elfmeter rundete Cedric Teuchert den Tag ab mit dem sechsten FCN-Treffer ab. "Das war brutale Chancenverwertung", meinte MSV-Trainer Ilija Gruew anerkennend.

"Es war wichtig, dass wir auch wieder ein Ergebnis liefern konnten", betonte Kollege Köllner nach den jüngsten Enttäuschungen. Behrens ergänzte: "Das war genau die richtige Antwort nach dem Pauli-Spiel. Da hatten wir viel Pech, heute hatten wir das nötige Glück."

Vor dem Heimspiel gegen Bochum am Donnerstag (20.30 Uhr) und dem drei Tage später folgenden Frankenderby in Fürth zeigten die Nürnberger, dass sie auch personelle Rückschläge verkraften können. In Duisburg fehlten neben den Langzeitverletzten die erkrankten Georg Margreitter und Ondrej Petrak sowie der nach einer Muskelverletzung noch nicht wieder fitte Kevin Möhwald. "Man hat gesehen, dass sich der breite Kader auszahlt und alle wichtig sind", resümierte Coach Köllner.

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