07.02.2018 - 20:00 Uhr
Deutschland & Welt

Olympia CAS vertagt Entscheidung

Hoffentlich haben wir bald eine Entscheidung.IOC-Präsident Thomas Bach

Pyeongchang. Der Streit um das Startrecht für knapp 50 Athleten aus Russland wird zur juristischen Hängepartie bis kurz vor der olympischen Eröffnungsfeier. Die Ad-hoc-Kammer des Internationalen Sportgerichtshofs CAS kam in einer ersten Anhörung am Mittwoch noch zu keinem Ergebnis und will nun bis spätestens Freitagvormittag eine Entscheidung treffen.

von Agentur DPAProfil

45 russische Sportler und zwei Betreuer, die in zwei Gruppen vor den CAS gezogen sind, wollen ihr Startrecht bei den Winterspielen in Pyeongchang erwirken. Von Donnerstagmittag wollen sich die drei Richter erneut zusammensetzen. Das Dauerthema Doping wirft damit weiter einen langen Schatten auf den Spiele-Countdown und trübt das positive Bild, das das Internationale Olympische Komitee zu zeichnen versucht. "Die Anhörungen gehen weiter", sagte IOC-Präsident Thomas Bach am Mittwoch. "Hoffentlich haben wir bald eine Entscheidung."

Bach bekräftigte, dass das IOC "gute Argumente" gehabt habe, als es die Einladungsliste auf 169 russische Athleten beschränkte. Und falls nach dem CAS-Spruch doch mehr Russen starten dürfen? "Das ist ein laufendes Verfahren. Ich kann über mögliche Folgen nicht spekulieren", sagte der IOC-Präsident. Er betonte aber, dass die "Olympischen Athleten aus Russland" sich an die von ihnen unterschriebenen Verhaltensregeln halten müssen. Keine Hymne, keine Flagge, kein Nationaltrikot - und das beim Zieleinlauf etwa im Biathlon übliche Schwenken von Fahnen, die aus dem Zuschauerraum gereicht werden, müssen die Russen auch verzichten.

Bei den zusätzlichen Fällen, die seit Mittwoch von der Sportjustiz behandelt werden, geht es um 13 Athleten und zwei Betreuern, deren lebenslange Olympia-Sperren vom Sportgerichtshof in der Vorwoche aufgehoben worden waren, denen das IOC aber trotzdem die Einladung nach Pyeongchang verweigert hatte.

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