11.07.2017 - 22:32 Uhr
Sport

Olympische Spiele Doppelvergabe der Olympischen Spiele

Lausanne. Paris und Los Angeles können olympische Geschichte schreiben, wenn sie sich einig sind. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) will am 13. September in der peruanischen Hauptstadt Lima sowohl die Sommerspiele 2024 als auch 2028 vergeben. Kandidaten für die Doppelvergabe sind die übrig gebliebenen Bewerber für 2024: die französische Hauptstadt und die Metropole an der US-Westküste.

"Das ist eine goldene Gelegenheit. Kaum etwas Besseres ist vorstellbar." Zitat: IOC-Präsident Thomas Bach
von Agentur DPAProfil

Nach dem einstimmigen Grundsatzbeschluss der Vollversammlung zeigten sich die Bürgermeister von Paris und Los Angeles, Anne Hidalgo und Eric Garcetti, zuversichtlich für eine Einigung mit dem IOC. Beide sind befreundet und hatten sich nach der Entscheidung am Dienstag demonstrativ Hände haltend auf der Bühne gezeigt und bedankt. "Wir bewegen uns vom Wettbewerb zur Zusammenarbeit", sagte Garcetti. Hidalgo ergänzte: "Jetzt können wir partnerschaftlich zusammenarbeiten. Wir wollen die Spiele wirklich haben."

IOC-Präsident Thomas Bach sieht gute Chancen für ein rasches Abkommen. "Wir könnten es schon im August schaffen, wenn alles gut läuft", sagte er in Lausanne. Verhandlungen könnten sofort beginnen. Eine Kommission aus IOC, Paris und Los Angeles soll bis zur Session in Lima den Rechtsrahmen klären. Eine Lösung wird auch vom Geld abhängen. Dem Ausrichter 2024 winken vermutlich mindestens eine Milliarde Dollar Zuschuss des IOC. Gegebenenfalls ist für die 2028-Macher noch ein bisschen mehr drin.

Bach hatte die Vollversammlung eingeschworen. "Das ist eine goldene Gelegenheit. Kaum etwas Besseres ist vorstellbar", sagte er vor den IOC-Mitgliedern. "Zusammen können wir eine Win-Win-Win-Situation schaffen - für LA und die USA, für Paris und Frankreich, für das IOC. Nutzen wir die Gelegenheit." Niemand scherte aus. Von den aktuell 95 IOC-Mitgliedern waren 83 in Lausanne.

Das ist eine goldene Gelegenheit. Kaum etwas Besseres ist vorstellbar.IOC-Präsident Thomas Bach
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