Peter Sagan gewinnt 3. Etappe
Tour-Gala des Rockstars

Cool, cooler, Peter Sagan: Der Slowake vom oberbayerischen Bora-hansgrohe-Team gewann die 3. Etappe der Tour de France. Bild: dpa

Der Tag der großen Peter-Sagan-Show: Der Doppel-Weltmeister aus dem Bora-hansgrohe-Team gewinnt die 3. Etappe in überragender Manier. Dabei wäre ihm fast ein Missgeschick zum Verhängnis geworden.

Longwy. Peter Sagan warf seine Wasserflasche meterhoch in die Luft, die Chefs im Bora-hansgrohe-Team lagen sich in den Armen: Der Marcel-Kittel-Show vom Vortag folgte am Montag im Ziel der dritten Tour-Etappe in Longwy die große Sagan-Gala. Der Doppel-Weltmeister aus der Slowakei spielte geradezu mit der Konkurrenz und holte nach 212,5 Kilometern den ersten Tour-Etappensieg für sein Team aus Oberbayern. Anschließend spielte er wie gewohnt den Spaßvogel, lief mit einer übergroßen MotoCross-Brille durch den Zielbereich und zeichnete Herzen in die Luft.

Kittel, der Triumphator von Lüttich, hatte mit der Entscheidung am Gipfel des 1,6 Kilometer langen Schlussanstiegs zwar nichts zu tun, verteidigte aber sein Grünes Trikot. "Ich bin superglücklich, es war ein hartes Finale. Ich bin aus dem Pedal gerutscht und hatte Glück in einem schlechten Moment, dass ich direkt wieder mit dem Schuh einrasten konnte", erklärte Sagan, der wegen seiner artistischen Einlage auch von Kittel gelobt wurde: "Unglaublich wie er das hingekriegt hat. Das schafft nur er."

Sagan, der langhaarige Rockstar im Radsport, war der überragende Mann und verwies den Australier Michael Matthews sowie den Iren Dan Martin auf die Plätze. Kittel hatte auf dem Klassiker-Kurs mit ständigem Auf und Ab und fünf Bergwertungen keine Chance, verteidigte aber immerhin die Spitze in der Sprintwertung. "Darauf hatte ich mich heute konzentriert", sagte Kittel. Sagan feierte seinen insgesamt achten Tour-Etappenerfolg.

Sein Sieg symbolisiert den endgültigen Durchbruch des Bora-hansgrohe-Teams, das ganz oben angekommen ist. "Das ist ein großer Moment für mich. Seit 2010 sind wir stetig gewachsen und stehen jetzt oben. Als Peter aus dem Pedal rutschte, hatten wir Zweifel, aber er hat es weltmeisterlich gelöst", sagte Teamchef Ralph Denk nach der Gala-Vorführung seines Stars, der pro Saison rund vier Millionen Euro verdienen soll.

Die Tourfavoriten Chris Froome, Richie Porte, Nairo Quintana und Alberto Contador mischten vorne mit und nahmen sich gegenseitig keine entscheidenden Sekunden weg. Bester Deutscher war Emanuel Buchmann, der nun schon Gesamt-13. ist.

Ich bin aus dem Pedal gerutscht und hatte Glück in einem schlechten Moment, dass ich direkt wieder mit dem Schuh einrasten konnte.Peter Sagan
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