05.03.2018 - 21:00 Uhr
Deutschland & Welt

Radsport Vorwürfe gegen Bradley Wiggins

London. Der fünffache Radsport-Olympiasieger Bradley Wiggins soll nach einem britischen Parlamentsbericht eine leistungssteigernde Substanz dazu genutzt haben, die Tour de France 2012 zu gewinnen. Damit habe er zwar nicht gegen die Anti-Doping-Regeln verstoßen, wohl aber gegen die ethischen Prinzipien seines Rennstalls Team Sky, heißt es in dem am Montag in London veröffentlichten Bericht über den Kampf gegen das Doping.

von Agentur DPAProfil

Der heute 37-jährige Brite hatte vor der Tour 2012 eine Ausnahmegenehmigung erhalten, das Mittel Triamcinolon zur Behandlung medizinischer Probleme einzunehmen. Wiggins habe die Genehmigung jedoch dazu missbraucht, den Arzneistoff zur Steigerung seiner Leistungsfähigkeit bei der Tour de France einzusetzen, schreiben die Parlamentarier in ihrem Bericht. Möglicherweise hätten auch andere Profis aus dem Team Sky, die Wiggins bei der Tour unterstützten, das Mittel genommen. Das Arzneimittel Triamcinolon wird normalerweise dazu verwandt, Allergien und Atemwegserkrankungen zu behandeln. Wiggins betonte, die Erhebung der Anschuldigungen sei traurig. "Ich weise die Behauptung entschieden zurück, jegliches Medikament ohne medizinische Notwendigkeit eingenommen zu haben." Neben dem Gewinn der Tour de France ist Wiggins mit acht Medaillen, davon fünf in Gold, der erfolgreichste britische Olympionike.

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