15.04.2018 - 22:24 Uhr
Deutschland & Welt

Reitsport Jubel nur in der Dressur

Paris. Der Champagner spritzte nach dem Triumph von Paris. Isabell Werth besprühte nach ihrem erneuten Weltcup-Sieg die Konkurrentinnen mit dem teuren Schaumwein, ehe sie den anderen Dressurreiterinnen und sich selber einen ersten Schluck aus der Magnum-Flasche gönnte. Feucht-fröhlich feierte die strahlende Siegerin beim Weltcup-Finale in Paris ihren erneuten Titelgewinn - während die deutschen Springreiter eine Pleite erlebten.

Wie vor zwei Jahren in Omaha (USA) gewann Dressurreiterin Isabell Werth diesmal in Paris erneut das Weltcup-Finale. Bild: Uwe Anspach/dpa
von Agentur DPAProfil

Dass Siege auch für die erfolgreichste Reiterin der Welt keine Selbstverständlichkeit sind, das zeigte sich in den Final-Tagen von Paris. Die Niederlage zum Auftakt am Freitag hatte die 48-Jährige aus Rheinberg gewurmt und den Ehrgeiz noch angestachelt. "Das hat mich aufmerksam gemacht", sagte sie nach dem Sieg am Samstag in der Kür, der zur Wiederholung des Titelgewinns von 2017 in Omaha (USA) führte. Werth erhielt für ihre Kür mit der Stute Weihegold 90,657 Prozent. Damit setzte sich die Siegerin gegen die 30 Jahre alte US-Reiterin Laura Graves mit Verdades (89,082) durch, die am Vortag noch im Grand Prix gesiegt hatte. Bundestrainerin Monica Theodorescu durfte aber auch mit dem Abschneiden ihrer beiden anderen Reiterinnen zufrieden sein. Jessica von Bredow-Werndl aus Tuntenhausen kam mit dem Hengst Unee (83,725) auf Rang drei. Fünfte wurde Dorothee Schneider aus Framersheim mit Sammy Davis Jr. (81,843).

Nationaltrainer Otto Becker hatte mit seinen Springreitern keinen Grund zum Jubeln. Bereits in der zweiten von drei Teilprüfungen hatten Daniel Deußer und Marcus Ehning gepatzt. Am Sonntag verbesserte sich Deußer mit Cornet D'Amour von Rang 15 auf acht, Ehning ritt mit Cornado auf Platz zwölf. Den Titel gewann die US-Amerikanerin Elizabeth Madden. Die 54-Jährige Weltcup-Siegerin von 2013 ritt mit dem Hengst Breitling zum Sieg vor Landsmann Devin Ryan mit Eddie Blue.

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