Sammer steht zu Hoeneß

Matthias Sammer. Bild: dpa
Der Fall Uli Hoeneß bleibt in den Schlagzeilen. Drei Tage vor Bayerns Halbfinal-Rückspiel in der Champions-League beim FC Barcelona kam der neue "Focus"-Bericht, dass Nordrhein-Westfalen im August 2012 eine Steuer-CD aufgekauft habe, auf der der Name Uli Hoeneß auftauche, zur Unzeit. Die Staatsanwaltschaften in Bochum und München erklärten jedoch, dass diese Angaben nicht zuträfen.

Der deutsche Fußball-Rekordmeister kommentierte auch die jüngsten Entwicklungen nicht und stärkte seinem Präsidenten weiter demonstrativ den Rücken. Sportvorstand Matthias Sammer betonte am Samstag nach dem 1:0 gegen den SC Freiburg, Hoeneß mache derzeit einen guten Eindruck, trotz aller Angriffe und Spekulationen. "Ich werde immer an seiner Seite sein", so Sammer. Wie bei der 4:0-Hinspiel-Gala gegen Barca soll Hoeneß nach Auffassung des Clubs auch beim Rückspiel am Mittwoch im Stadion Camp Nou wieder auf der Tribüne sitzen - und zwar in seinen Funktionen als Aufsichtsratschef und Präsident.
Die prominenten Mitglieder des Bayern-Aufsichtsrates haben sich in der brisanten Causa bislang sehr zurückhaltend präsentiert. Nur Audi-Vorstandsvorsitzender Rupert Stadler äußerte sich öffentlich vorsichtig kritisch: "Audi ist der Überzeugung, dass nachhaltiger wirtschaftlicher Erfolg nur sichergestellt werden kann, wenn Regeln und Normen konsequent befolgt werden. Wir stehen für ein achtbares, ehrliches und regelkonformes Verhalten im Geschäftsalltag."

Bei der nächsten Sitzung des Kontrollgremiums sollen der Fall Hoeneß und die weitere Vorgehensweise diskutiert werden - auch wenn Volkswagen-Chef Martin Winterkorn dies in einem Interview des Österreichischen Rundfunks (ORF), bezweifelte: "Ob es im Aufsichtsrat diskutiert werden wird, weiß ich nicht. Ich gehe mal davon aus, eher nicht", sagte der VW-Vorstandsvorsitzende.
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