30.06.2017 - 21:22 Uhr
Sport

Samstag geht's in Düsseldorf los Tony Martin heiß auf Gelb

Alles ist für Tony Martins Fahrt ins Gelbe Trikot zum Auftakt der 104. Tour de France am Samstag in Düsseldorf vorbereitet. Nur das Wetter spielt mit prognostiziertem Regen nicht mit.

Tony Martin (links) von Team Katusha Alpecin zeigte sich bei der Team-Präsentation mit dem ehemaligen deutschen Radrennfahrer Jens Voigt in Düsseldorf bester Laune. Bild: dpa
von Agentur DPAProfil

Düsseldorf. Für Tony Martin liegt das Gelbe Trikot zum Abholen bereit, und sogar Weltverbandschef Brian Cookson drückt dem Zeitfahr-Weltmeister ein wenig die Daumen. "Ein Heimsieg wäre gut für Deutschland, aber es kann viel passieren", sagte Cookson und freute sich vor dem Auftakt der 104. Tour de France in Düsseldorf über die "Radsport-Renaissance in Deutschland".

Ein Spektakel soll es werden, der erste Tour-Start in Deutschland seit 30 Jahren vor einem Millionen-Publikum am Rhein. Für den Höhepunkt soll Martin sorgen, der von den Tour-Organisatoren einen maßgeschneiderten Kurs serviert bekam. 14 Kilometer, eben bis auf zwei Brücken-Überquerungen - Rheinufer, Königsallee und zurück. "Der Kurs liegt mir - Gelb wäre ein Traum", sagte der 32 Jahre alte deutsche Radprofi, der sich zum zweiten Mal nach 2015 das begehrte Trikot holen und sich beim Heimspiel in der Karnevalshochburg in die Herzen der Fans fahren will.

Die Vorfreude der deutschen Stars ist jedenfalls riesengroß. John Degenkolb spricht von einer "Gänsehaut-Atmosphäre". Einen Vorgeschmack bekamen die 16 deutschen Tourstarter bereits bei der Teampräsentation, als sie von mehr als 10 000 Zuschauern gefeiert wurden.

Am Freitag suchte Martin noch einmal die Ruhe vor dem Sturm, der Kandidat für Gelb absolvierte außerhalb der Stadt ein Training. "Bisher konnte ich etwa 90 Prozent der Zeitfahr-Strecke abfahren, allerdings nur im Verkehr", erklärte Martin, der für seinen wichtigsten Samstag des Jahres zuversichtlich ist: "Ich bin total entspannt." Vor dem ersten Start wird er die 14 Kilometer auf abgesperrtem Kurs mehrmals abfahren.

Der viermalige Weltmeister im Kampf gegen die Uhr gehört am Samstag zu den letzten Startern, was ihn wahrscheinlich nicht vor dem prognostizierten Regen bewahren wird. "Hauptsache, alle haben dieselben Bedingungen", erhofft sich der Wahlschweizer, dem ein großer Familienkreis die Daumen drückt.

Die Generalprobe beim stark besetzten Critérium du Dauphiné zu Monatsbeginn hatte ihm Richie Porte über 23,5 Kilometer vermasselt. Der Australier war 12 Sekunden schneller. Aber nicht so sehr Porte, der bei dieser Tour seine ganze Energie in den ersten Gesamtsieg stecken will, sondern den ehemaligen Skispringer Primoz Roglic aus Slowenien, den Schweizer Stefan Küng oder den Niederländer Jos van Emden nannte Martin als Hauptkonkurrenten.

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