19.03.2018 - 22:26 Uhr
Deutschland & Welt

Sebastian Vettel und Nico Hülkenberg einzig verbliebene Formel-1-Starter Da waren's nur noch zwei

Sebastian Vettel, Nico Hülkenberg - und das war's schon. Nur zwei deutsche Fahrer treten in dieser Formel-1-Saison an. Die Hoch-Zeiten sind vorbei. Als zukünftige Superstars und Titelanwärter werden andere gehandelt.

Läuft es wieder auf einen Zweikampf zwischen Sebastian Vettel (rechts) und Lewis Hamilton hinaus? Am Sonntag startet die Formel 1 in ihre neue Saison - mit nur mehr zwei deutschen Fahrern. Bild: Frank Augstein/dpa
von Agentur DPAProfil

Melbourne. Die anhaltende Schrumpfkur der deutschen Formel-1-Fraktion weckt Sorgen um die Zukunft. Nur noch das Duo Sebastian Vettel und Nico Hülkenberg hat zum Saisonstart am Wochenende in Melbourne einen Stammplatz im 20-köpfigen Fahrerfeld - so wenige deutsche Piloten waren es zuletzt vor 22 Jahren, damals hießen sie Michael Schumacher und Heinz-Harald Frentzen. Und die Aussichten sind auch nicht unbedingt schwarz-rot-gold.

"Schade ist, dass wir derzeit in der Jugend keine offensichtlichen Aspiranten haben, die auf jeden Fall in die Formel 1 kommen werden", sagt der frühere Weltmeister Nico Rosberg, der in dieser Saison den Rennzirkus als RTL-Experte begleitet. Einst ebneten sich Fahrer wie Rosberg (2005), Timo Glock (2007) oder Hülkenberg (2009) durch Siege in der damaligen Nachwuchsklasse GP2 den Weg in die Formel 1. Vettel sorgte vor 14 Jahren in der Formel BMW mit 18 Siegen in 20 Rennen einen Rekord auf. Vorzeichen künftiger Erfolge. Doch von der einst zahlenmäßig stärksten Nation der Formel 1 ist nicht mehr viel übrig geblieben. Im Sog von Michael Schumachers Erfolgen gesellten sich über die Jahre hinweg sein Bruder Ralf, Glock, Nick Heidfeld, Adrian Sutil, Nico Rosberg, Hülkenberg und Pascal Wehrlein als Stammpiloten dazu. Markus Winkelhock und André Lotterer kamen zudem zu je einem Einsatz.

Für Ex-Sauber-Pilot Wehrlein tritt nun ein Debütant an. Charles Leclerc, 20 Jahre alter Monegasse. Leclerc stammt aus der Ferrari-Nachwuchsschmiede, die Italiener arbeiten eng mit Sauber zusammen. Leclerc empfahl sich aber auch mit den Titel in der Formel 2 im vergangenen Jahr und der GP3 2016. Der deutsche Nachwuchs fährt solchen Erfolgen schon länger hinterher. Einziger Pilot in der zweithöchsten Rennserie Formel 2 ist Maximilian Günther. Er ist 20 Jahre alt, war in der vergangenen Saison Gesamtdritter der Formel 3.

Dort startet in dieser Saison auch wieder Mick Schumacher. "Der Wettbewerb in der Formel 3 ist hart und eng", sagt der 18 Jahre alte Sohn von Michael Schumacher. Es bringe einen weiter, auf diesem Niveau zu kämpfen. Seine erste Formel-3-Saison hatte er als Zwölfter beendet. Die Formel 1 scheint noch weit weg. Und deutscher Nachwuchs für die Motorsport-Königsklasse ebenso.

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