Shaqiri trifft zum 1:0 gegen SC Freiburg - Flitzerin als Aufreger
FC Bayern im Schongang

Xherdan Shaqiri erzielte das einzige Bayern-Tor gegen den SC Freiburg. Es reichte zum 1:0-Sieg Bild: dpa

Beim Schonprogramm der Bayern für Barcelona gab nur eine Flitzerin hemmungslos Gas. Auch Jupp Heynckes hatte seine Freude an der jungen Dame im schwarzen BH, die beim Allerweltssieg des Meisters gegen den SC Freiburg mit ihrem Sprint auf den Rasen die Fans kurz vor Ende zu Jubelstürmen hinriss.

"Ich habe gesehen, dass sie sehr sportlich war und sehr fit", sagte der Bayern-Trainer anerkennend und scherzte: "Sie ist ganz schön gelaufen, die Ordner haben ganz schön Stress gehabt, da hinterherzukommen."

Die Flitzerin sorgte für den Muntermacher beim 1:0 (1:0), das die Münchner am Ende einer turbulenten Woche mit der Steueraffäre von Präsident Uli Hoeneß sowie den Transfer-Aufregern um Mario Götze und Robert Lewandowski vor 71 000 Zuschauern zur Aufführung brachten. Heynckes hatte bis auf Jérome Boateng alle Spitzenkräfte der 4:0-Gala gegen den FC Barcelona im Champions-League-Modus belassen und zehn neue Spieler auf den Rasen geschickt.

Für den Trainer ist das große Finale in Wembley noch nicht gebucht. "Wir wissen nach wie vor, dass Barcelona die beste Mannschaft der Welt ist und zu Hause schon riesige Ergebnisse erzielt und Rückstände aufgeholt hat", warnte der Coach. Darum werde er am Mittwoch bei der Aufstellung auch "keine Rücksicht" darauf nehmen, dass einige Leistungsträger wie die Kapitäne Lahm und Schweinsteiger von Gelb-Sperren für das Endspiel bedroht sind. Auch Franck Ribéry mahnte: "Für mich ist es noch nicht fertig!"
In der Bundesliga dagegen sind die Bayern längst durch, trotzdem siegen sie weiter, egal in welcher Zusammensetzung. "Viele Wechsel, das ist nicht immer einfach", sagte Aushilfskapitän Daniel van Buyten entschuldigend nach dem Allerweltskick gegen einen harmlosen Europapokal-Anwärter aus Freiburg, der nur nicht wieder unter die Räder kommen wollte wie beim 0:7 in der Vorsaison. "Wir haben so defensiv gespielt wie noch nie, aber es geht nicht anders, weil Bayern München derart flexibel ist, dass man nicht anders spielen kann", rechtfertigte Trainer Christian Streich die Spielweise.

"Defensiv haben wir es gut gemacht", lobte Oliver Baumann, der beim Tor des Tages nicht gut aussah. Der U 21-Nationaltorwart sprang am Ball vorbei, den Freistoßschütze Xherdan Shaqiri stramm Richtung Tor schlug und den Teamkollege Emre Can nach eigenen Angaben noch mit dem Kopf touchiert haben wollte. "Mir ist es relativ egal, auf wen das Tor geschrieben wird", erklärte Shaqiri gönnerhaft. Es gibt noch Geldanlagen in der Schweiz, über die man sich beim FC Bayern inklusive Tribünengast Uli Hoeneß auch in diesen Tagen freuen kann. Der quirlige Shaqiri, für den der Rekordmeister knapp zehn Millionen Euro an den FC Basel überweisen musste, zählte bei der aktiven Erholung vor dem Barça-Highlight zu den Aktivposten.

"Er wird eine ganz große Karriere machen. Er ist ein sehr guter Einkauf", lobte Heynckes den "schlitzohrigen jungen Mann" aus der Schweiz. Aber auch Shaqiri hakte den 27. Saisonsieg flott ab: "Die großen Spiele kommen erst - und da müssen wir bereit sein."
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.