08.09.2017 - 22:28 Uhr
Sport

Sloane Stephens und Madison Keys im Finale der US Open Duell der Freundinnen

Die beiden US-Open-Finalistinnen Sloane Stephens und Madison Keys haben viel gemeinsam: Beide kämpften mit Verletzungen und haben noch vor kurzem nicht im Traum daran gedacht, in New York im Endspiel zu stehen.

Die Amerikanerin Sloane Stephens setzte sich überraschend gegen ihre Landsfrau Venus Williams durch und trifft im Endspiel der US Open auf Madison Keys. Bild: Andres Kudacki/dpa
von Agentur DPAProfil

New York. Als im Januar die Australian Open liefen, waren Madison Keys und Sloane Stephens zum Zuschauen gezwungen. Beide hatten Operationen hinter sich, beide dachten nicht einmal im Traum daran, sich sieben Monate später in einem Überraschungsfinale der US Open gegenüberzustehen. Der 22-jährigen Keys schoss dieser Gedanke direkt nach ihrer Halbfinal-Gala durch den Kopf - und sie musste lachen. Die zwei Jahre ältere Stephens erzählte, wie sie zu Beginn des Jahres mit eingegipstem Fuß auf dem Sofa festhing und sich das Tennis-Geschehen in Melbourne im Fernsehen anschaute.

"Hätte mir bei meinem Comeback jemand erzählt, dass ich jetzt hier im Finale stehen würde, wäre ich wahrscheinlich in Ohnmacht gefallen", sagte die kecke und eigentlich stets selbstbewusst auftretende Stephens. Am Samstag (22 Uhr) erleben nun beide ihre Grand-Slam-Final-Premiere. Eine der beiden befreundeten Spielerinnen wird sich als erste Amerikanerin nach Venus und Serena Williams in den bedeutendsten Siegerlisten verewigen. Eine neue Generation ist gerade dabei, ihre eigene Geschichte zu schreiben.

Bislang war die Frage berechtigt, wer auf Serena und Venus Williams folgt. Die letzte US-Open-Gewinnerin aus dem Gastgeberland, die nicht mit Nachnamen Williams hieß, war Lindsay Davenport 1998. Sie trainiert jetzt die Weltranglisten-16. Keys.

Keys gewann nach einem imposanten Halbfinal-Auftritt 6:1, 6:2 gegen CoCo Vandeweghe. Stephens hatte nach ihrem schwer erkämpften 6:1, 0:6, 7:5 gegen Venus Williams schon beim Gang in die Katakomben die ersten Gratulanten am Telefon. "Wir treten in ihre Fußstapfen", sagte die ungesetzte Stephens über Venus Williams. "Sie hat das Spiel so gut als afro-amerikanische Frau vertreten."

Am Samstag wird ihre Freundschaft für maximal drei Sätze ruhen müssen. Schließlich kann sich nur eine den großen Ruhm mit dem ersten Grand-Slam-Titel sichern. "Ich habe mir definitiv nie ausgemalt, dass es so kommen würde. Aber ich kann mir keine bessere Person vorstellen, um diese neue Erfahrung zu teilen", sagte Keys.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Nachrichten per WhatsApp